Fördegymnasium Flensburg in Sao Paolo : Brasilien-Austausch, der 15.: „Wir müssen nur noch losfliegen“

Vor der Kirche Bonfim in Salvador: Hanne (links) und Charlotte haben brasilianische Glücksbänder mitgebracht.
Vor der Kirche Bonfim in Salvador: Hanne (links) und Charlotte haben brasilianische Glücksbänder mitgebracht.

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03. September 2018, 19:15 Uhr

Vier Eingänge, rund 10 000 Schüler, zwei Schwimmbäder, kleines Stadion mit Flutlicht, die Halbjahreszeugnisse gibt es digital: Hanne und Charlotte sind immer noch schwer beeindruckt, wenn sie von der Partnerschule des Fördegymnasiums im brasilianischen Sao Paolo berichten. Und dabei gelte ihr Gymnasium zu Hause schon als sehr gut ausgestattet, sagen die Elftklässlerinnen. Das Colégio Visconde de Porto Seguro war deutsche Privatschule, sei nun Begegnungsschule, sagt Marita Plexnies-Koeppen vom Fördegym, die den fünfwöchigen Schulaustausch jedes Jahr in den Sommerferien für im Schnitt 25 Schüler koordiniert.

Mit ihrer besten Freundin, die in Brasilien unterrichtete, heckte sie das Ganze im Urlaub im Frühjahr 2004 bei einem starken Kaffee auf dem Zuckerhut aus. Schon im Dezember 2004 waren die ersten zwölf brasilianischen Schüler in Flensburg zu Gast.

Doch Plexnies-Koeppen, Lehrerin für Russisch und Geschichte, wurde nach 31 Jahren am Fördegym gerade in den Ruhestand verabschiedet. Ruht damit der Austausch? Mitnichten. „Es ist alles fertig, wir müssen nur noch losfliegen nächstes Jahr.“ Plexnies-Koeppen wäre auch bereit, den Austausch 2019/2020 zu organisieren. Organisatorisches wie Einladungen schreiben könne sie von jedem Strand der Welt. Lediglich die Begleitung des Programms in Berlin für die Gäste aus Südamerika müsse sichergestellt sein.

„Der Brasilien-Austausch ist ein Aushängeschild für die Schule“, sagt Charlotte. Und: „Die Erfahrungen sollte man nicht missen.“ Sie schwärmt für die herzliche Aufnahme in ihre Gastfamilie, den Urlaub am Palmenstrand, ist aber auch dankbar für andere Einblicke ins bunte Salvador oder in ein Sozialprojekt, für das die Gymnasiasten 1200 Euro erarbeitet und überreicht haben. Wieder zu Hause, sagt sie, müsse man wertschätzen, „wie gut wir es in Deutschland haben“. Hanne ergänzt angesichts der aus Sicherheitsgründen eingeschränkten Bewegung: „Freiheit ist schön.“

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