Neudorf-Bornstein : Biehl bleibt Bürgermeister

Foto, v.l. Thomas Hackmann, Meike Lange, Gyde Schöps, Kervin Groth, Holger Bohrmann, Richard Bonse, Claus Biehl, Stefan Kohlmann, Christoph Arp, Karin Paasch, Angela Struckhoff
Foto, v.l. Thomas Hackmann, Meike Lange, Gyde Schöps, Kervin Groth, Holger Bohrmann, Richard Bonse, Claus Biehl, Stefan Kohlmann, Christoph Arp, Karin Paasch, Angela Struckhoff

Nach dem Krimi zur Kommunalwahl am 6. Mai hat sich in Neudorf-Bornstein nun die Gemeindevertretung aufgestellt.

shz.de von
20. Juni 2018, 06:00 Uhr

Neudorf-Bornstein | Claus Biel (CDU) bleibt Bürgermeister in Neudorf-Bornstein. Die Gemeindevertretung wählte den 60-jährigen Bankkaufmann einstimmig in die zweite Amtsperiode. Zu den ersten Gratulanten zählte der Bürgermeister der Partnergemeinde Benz (Usedom) Karl-Heinz Schröder, der zusammen mit zwei anderen Gemeindevertretern überraschend zur konstituierenden Sitzung gekommen war.

Die Mehrheitsverhältnisse sind in der neuen Gemeindevertretung knapp. Ganze fünfzehn Wählerstimmen brachten die Entscheidung und sicherten der CDU Neudorf-Bornstein die Mehrheit in der Gemeindevertretung. Die CDU stellt ab sofort sechs Gemeindevertreter (vorher sieben), die SPD fünf (vorher vier). Nach dem Wahlkrimi am 6. Mai verlief der öffentliche Teil der konstituierenden Gemeindevertretersitzung harmonisch. Alle Wahlen erfolgten einstimmig in offener Abstimmung. Nach der Wahl des Bürgermeisters und seiner beiden Stellvertreter folgten die Wahlen zu den vier Ausschüssen der Gemeindevertretung und für die gemeindlichen Vertreter im Amtsausschuss, im Schulverband und im Wasserbeschaffungsverband in einem einzigen Wahlgang. Vertreter beider Fraktionen bekundeten den Willen zur guten Zusammenarbeit im Interesse der Gemeinde.

Bürgermeister Claus Biehl (60) ist froh, dass er sich seit Kurzem in der passiven Zeit der Altersteilzeit befindet und deshalb mehr Zeit für sein Amt hat, erklärte er. „Beides zusammen war in den letzten Jahren schon manchmal sehr stressig.“ Während ehrenamtliche Bürgermeister, die im öffentlichen Dienst tätig sind, Anspruch auf Freistellung haben, bleibt ihren Kollegen in der Privatwirtschaft meist nur die Möglichkeit, bei wichtigen Terminen, die tagsüber stattfinden, Urlaub zu nehmen.

In nicht öffentlicher Sitzung befasste sich die Gemeindevertretung mit der Privatschule von Neudorf –Bornstein. In dieser Schule werden derzeit 32 Grundschüler beschult, zu wenig für einen wirtschaftlichen Betrieb der Schule. Der Schulträger war deshalb an die Gemeinde mit der Bitte um Mieterlass herangetreten. Dieser Bitte konnte die Gemeindevertretung nicht entsprechen, denn nach EU-Recht würde es sich dabei um eine unzulässige Beihilfe gemäß EU-Recht handeln.

Die Gemeindevertretung will im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Schulstandort Neudorf-Bornstein aber weiterhin unterstützen und hat deshalb beschlossen, gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern in der Gemeinde weiterhin positiv Stellung zur privaten Grundschule zu beziehen.

Der Förderverein für den Standort Neudorf wird wie bisher mit etwa 6000 Euro jährlich unterstützt. Statistische Auswertungen über die steigende Geburtenentwicklung werden der Privatschule zur Verfügung gestellt. Der Bürgerverein zur Stärkung des Standortes erhält von der Gemeinde für die weitere Werbung für den Standort und Akquirierung von zusätzlichen neuen Schülern einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro. Die Gemeinde Neudorf-Bornstein wünscht sich ihrerseits eine klare positive Positionierung der Privatschule zu dem Standort in Neudorf.

Neu in der Gemeindevertretung sind: Karin Paasch (CDU), Stefan Kohlmann, Gyde Schöps und Angela Struckhoff (SPD). Aus der Gemeindevertretung sind ausgeschieden: Ulrike Marquardt, Bastian Hansen (CDU), Manfred Stender und Uwe Wienbrandt-Schwark (SPD), Ulrike Marquardt und Bastian Hansen (CDU) sowie Manfred Stender (SPD) werden als wählbare Bürger weiterhin in Ausschüssen mitarbeiten.

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