Bewährter Gedankenaustausch

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (Zweiter von links) hatte der neuen Bürgermeisterin Sabine Kählert (Mitte) zum Antrittsbesuch Rosen mitgebracht. Der Gedankenaustausch über aktuelle Themen vor Ort fand im Beisein des SPD-Ratsherrn Horst Lichte und der SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies statt.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (Zweiter von links) hatte der neuen Bürgermeisterin Sabine Kählert (Mitte) zum Antrittsbesuch Rosen mitgebracht. Der Gedankenaustausch über aktuelle Themen vor Ort fand im Beisein des SPD-Ratsherrn Horst Lichte und der SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies statt.

SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann zum ersten Gespräch mit der neuen Bürgermeisterin Sabine Kählert

shz.de von
19. Juli 2018, 15:40 Uhr

Gerade 14 Tage im Amt als Tornescher Bürgermeisterin traf Sabine Kählert (parteilos) mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann zu einem Gedankenaustausch über ihre Vorhaben und Erwartungen an die Bundespolitik zusammen. Rossmann hatte Kählert bereits nach der Festveranstaltung zur Verabschiedung ihres Vorgängers Roland Krügel zum Amtsantritt gratuliert, wünschte nun bei seinem Besuch im Rathaus Kählert jedoch noch einmal mit einem Strauß Rosen alles Gute und Erfolg in der Arbeit für die weitere Entwicklung der Stadt Tornesch.

Der Gesprächsrunde gehörten auch die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies und der Tornescher SPD-Ratsherr und langjährige Vorsitzende des Bildungsausschusses Horst Lichte an. Im Mittelpunkt des Gedankenaustausches standen die unmittelbaren Pläne der neuen Verwaltungschefin zu räumlichen und organisatorischen Umgestaltungen im Rathaus sowie zu den Themen Verkehrsgestaltung und Finanzierung von Betreuungsangeboten für Kinder vor Ort.

Die Tornescher Tradition im Ringen um Verbesserungen bei der Bahnanbindung und Bahnnutzung werde sie fortführen, kündigte Kählert an. „Ich bin von der Interessengemeinschaft ,Starke Schiene’ zu einem Gespräch eingeladen worden und gemeinsam mit Amtskollegen von Kommunen an der Bahnstrecke werde ich mich dem Thema Parkplatzsituation für Pendler und Parkraumentwicklung widmen. Wir wollen mit einem Gesamtkonzept für die Region die Pendlerbahnhöfe stärken“, berichtete Kählert ihrem Gast. Rossmann lobte den regionalen Blick, der auch in den Bereichen Busanbindung, Radwegenetz, Wohnen, Bildung und bei der Schaffung von Arbeitsplätzen ein Gebot der Zeit sei.

Die Umsetzung der K22 und die Schaffung einer schnellen Auffahrt zur A23 sieht Kählert als dringend erforderlich an, um das „Tornescher Nadelöhr“ zur Autobahn zu überwinden. „Ich hoffe, dass der Planfeststellungsbeschluss zur K22 nach der Sommerpause vorliegt. Im Kontext mit der K22 muss dann auch die Brücke über den Ohrtbrookgraben saniert werden“, sagte Kählert.

In Richtung Bund und Land äußerte die Bürgermeisterin mit 20-jähriger Erfahrung als Leiterin des Tornescher Amtes für soziale Dienste den Wunsch nach einer besseren Finanzierung von Kinderbetreuungsplätzen. „Wir zahlen als Stadt bereits einen Zuschuss in Höhe von 2,8 Millionen Euro“, so Kählert. Die Landtagsabgeordnete Raudies merkte kritisch an, dass im Norden nur Schleswig-Holstein Kita-Gebühren erhebe und im Kreis Pinneberg die höchsten Elternbeiträge zu zahlen sind. Rossmann verwies auf das „Gute-Kita-Gesetz“ von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), mit dem die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität unterstützt werden sollen.

Der Bund stellt dafür zusätzlich fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem seien zwei Milliarden Euro im Koalitionsvertrag für den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter verankert. Kählert machte allerdings darauf aufmerksam, dass, sollten die Kommunen für die Sozialstaffel bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen aufkommen müssen, sie dies nicht leisten könnten.

Schnell will die neue Bürgermeisterin durch geringe Umgestaltungen im Rathaus Barrierefreiheit und Bürgernähe sowie durch Neuzuordnungen von Verwaltungsbereichen eine moderne Rathausorganisation mit Digitalisierung der Verwaltung schaffen. Noch in der Sommerpause soll der Empfangs- und Wartebereich im Rathaus offener und serviceorientiert gestaltet werden. „Ich sehe, wie sich der gute Geist der Innovation in Tornesch fortsetzt“, begrüßte Rossmann die Vorhaben.

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