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21. Oktober 2017 | 14:42 Uhr

Ben und Mia – kurz und beliebt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der Namens-Auswahl für ihren Nachwuchs liegen die Schleswig-Holsteiner im Trend

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Nur drei Buchstaben – und so beliebt: Ben und Mia sind auch 2013 die attraktivsten Namen für Neugeborene. Während Ben zum dritten Mal die Hitliste der beliebtesten Jungennamen anführt, behauptet sich Mia bei den Mädchen bereits im fünften Jahr. „Dreimal das gleiche Spitzenreiterpaar gab es zuletzt von 1985 bis 1987 mit Julia und Christian“, sagte der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg (Kreis Stormarn). Und ein neuer Lieblingsname ist nicht in Sicht: „Beide Namen haben ihren Vorsprung sogar noch ausgebaut.“ Einzig Emma sei Mia auf den Fersen.

Insgesamt sind Ben und Mia in 13 Bundesländern am beliebtesten – Schleswig-Holstein, liegt dabei im Bundestrend. Die Konstante an der Spitze überrascht Bielefeld nicht: „Wenn sich ein Modename erst einmal etabliert hat, bleibt er es auch eine Weile.“

In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern nannten Eltern ihre Neugeborenen allerdings häufiger Emma und Paul. Die bundesweiten Spitzenreiter Ben und Mia belegten in der Hansestadt nur Platz zwei, vor Hannah/Hanna und Felix. In Schleswig-Holstein folgten auf den zweiten und dritten Plätzen Emma und Finn/Fynn sowie Hannah/Hanna und Jonas. In Berlin wurde für Jungen Felix bevorzugt.

„Bayern hat immer seine eigenen Spitzenreiter“, erklärt Bielefeld. Im Freistaat lieben Eltern seit langem Maximilian, bei den Mädchen löste Anna in diesem Jahr Sophie/Sofie ab. Und während sich im Norden 2013 Henri größter Beliebtheit erfreute - in Hamburg belegt dieser Vorname Platz fünf, in Schleswig-Holstein Platz sieben –, war im Osten Oskar/Oscar begehrt.

Da es keine amtliche deutsche Vornamen-Statistik gibt, wertet Bielefeld die häufigsten Babynamen aus. In diesem Jahr basieren seine Ergebnisse auf 182 945 Geburtsmeldungen von 447 Kliniken, Geburtshäusern und Standesämtern – „das sind circa 27 Prozent aller im Jahr 2013 in Deutschland geborenen Babys“, erklärt er. „Der Name des Jahres ist für mich Kathalea“, sagt Bielefeld. Inspiration könnte die Hauptfigur „Cataleya“ aus dem französischen Film „Colombiana“ gewesen sein.

Ein Trostpflaster hält die Namensstatistik übrigens für den unterlegenen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück bereit: „Bei den Vornamen gewinnt Peer eindeutig gegen Angela.“

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