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Eltern müssen ab 1. August für Offenen Ganztag an der Heidgrabener Grundschule mehr zahlen

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16. Mai 2018, 16:05 Uhr

Bei Einführung der Offenen Ganztagsbetreuung an der Heidgrabener Grundschule waren sich die Politiker von SPD und CDU im Gemeinderat einig, dass sich das Angebot ohne Zuschüsse tragen soll. Nach Auflistung der Bewirtschaftungskosten, die bislang über den Haushalt der Schule liefen, wurde deutlich, dass die Elternbeiträge für die Offene Ganztagsschule nicht kostendeckend kalkuliert sind.

Die Gemeindevertreter haben in ihrer letzten Sitzung der Legislaturperiode basierend auf einem Beschluss aus dem Ausschuss für Kultur und Bildungswesen, einstimmig einer neuen Gebührenkalkulation für die Offene Ganztagsbetreuung an der Grundschule zugestimmt. Die Anpassung soll zum kommenden Schuljahr erfolgen. Die Satzung wird am 1. August in Kraft treten.

Eltern werden dann für die Teilnahme ihres Kindes an der Offenen Ganztagsbetreuung fast doppelt so tief in die Tasche greifen müssen. Allerdings waren die Gebühren bislang sehr elternfreundlich. Für die Teilnahme am Offenen Ganztag an jeweils einem Tag in der Woche musste nur ein Monatsbeitrag von 13 Euro gezahlt werden.

Ab dem kommenden Schuljahr sind es dann 20 Euro. Für die Teilnahme an zwei Tagen pro Woche waren bislang als Monatsbeitrag 26 Euro fällig, künftig werden es 40 Euro sein. Für drei Tage pro Woche muss ab 1. August ein Monatsbeitrag von 60 Euro (bislang 39 Euro) gezahlt werden, für vier Tage pro Woche sind es dann im Monat 80 Euro statt 52 Euro und für fünf Tage pro Woche 100 Euro im Monat statt bislang 65 Euro.

Im Haushaltsplan für 2018 waren bereits Elternbeiträge in Höhe von 128 400 Euro als Einnahmen vorgesehen, um eine Kostendeckung zu erzielen. Dann hätten die Gebühren jedoch mehr als verdoppelt werden müssen. Bei der nun beschlossenen Anpassung könnten je nach Anmeldezahlen Jahreseinnahmen in Höhe von 97 000 Euro erzielt und damit eine höhere Deckung der laufenden Betriebs- und Personalkosten erreicht werden, hatte die Amtsverwaltung den Heidgrabener Politikern vorgerechnet. „Wir müssen das machen, die Bewirtschaftungskosten sind bisher über den Haushalt der Schule gelaufen. Und wir hatten ja auch mal gesagt, dass sich die Offene Ganztagsschule allein tragen soll“, begründete die Vorsitzende des Bildungsausschusses der vorangegangenen Wahlperiode, Andrea Becker (SPD, Foto), in der Gemeinderatssitzung. Für Härtefälle hatten die Politiker bereits Ende vergangen Jahres eine Sozialstaffelregelung bei den Gebühren für den Offenen Ganztag beschlossen. Auch diese Regelung, die einen Mindestbeitrag von 20 Euro im Monat vorsieht, ist in der neuen Satzung enthalten. Die Gebühr für die Teilnahme an der Mittagsverpflegung bleibt unverändert und beträgt zwischen zwölf bis 60 Euro im Monat. Aktuell besuchen die Heidgrabener Grundschule 144 Kinder. 106 von ihnen sind im aktuellen Halbjahr für die Angebote des Offenen Ganztags angemeldet. 61 von ihnen nutzen die Angebote an fünf Schultagen.

Im ersten Schulhalbjahr 2017/18 nahmen 115 Kinder am Offenen Ganztag teil, davon 73 Kinder an allen fünf Schultagen. Angeboten werden durch Mitarbeiter und Honorarkräfte zwei Frühstückclubs, ein Hausaufgabentreff, Mittagsfreizeit, eine Spiel- und Spaßgruppe, Basteln und Handarbeiten, Malen mit Hand und Fuß, Gitarre, Tischtennis, Ballspiele, Turnen, Umgang mit dem Pony sowie Plattdeutsch.


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