Gettorf : AWO auf Konsolidierungskurs

Der Verein AWO Gettorf und Umgebung: (v.li.) Inge Lemke, Rolf Jacobsen, Ruth Wernicke, Karin Krause, Karl Heinz Schröder, Karen Oppermann, Helmut Schmidt, Elke Zellhöfer, Gerd Zellhöfer, Wulf-Dieter Stark-Wulf.
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Der Verein AWO Gettorf und Umgebung: (v.li.) Inge Lemke, Rolf Jacobsen, Ruth Wernicke, Karin Krause, Karl Heinz Schröder, Karen Oppermann, Helmut Schmidt, Elke Zellhöfer, Gerd Zellhöfer, Wulf-Dieter Stark-Wulf.

Der Ortsverein der AWO Gettorf und Umgebung hat sich neu aufgestellt und setzt sich das Ziel, künftig schwarze Zahlen zu schreiben.

shz.de von
26. Juni 2018, 06:05 Uhr

Nach finanziell turbulenten Zeiten steuert die AWO Gettorf wieder in ruhigeres Fahrwasser. Das Jahr 2016 schloss mit einem Defizit von 5000 Euro, das Jahr 2017 mit einem Defizit von 26 000 Euro. Im Jahr 2017 endete der Vertrag mit dem Schulverband Gettorf und Umgegend zur Schulsozialarbeit. Damit fehlte auch das Geld für die Verwaltung. Inzwischen hat die AWO das langjährige Arbeitsverhältnis mit einer Verwaltungsmitarbeiterin beendet.

„2018 arbeiten wir an einer schwarzen Null“, so der Vorsitzende Wulf-Dieter Stark-Wulf. Im ersten Quartal sei dies bereits gelungen. Eine weitere Entspannung der finanziellen Situation hat mit dem Verbandshaus in der Kieler Chaussee zu tun. „Wir zahlen in diesem Jahr die letzte Rate an die Gemeinde Gettorf zurück“, so Wulf-Dieter Stark-Wulf. Eine Herausforderung bleibe die Finanzierung des Personals. So werden nach Angaben des Vorsitzenden 15 von insgesamt 20 Mitarbeitern über Fördermittel finanziert, die jeweils nur für ein Jahr bewilligt werden. „Das ist echt anstrengend“, so Stark-Wulf.

Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU) überbrachte die Grüße der Gemeinde Gettorf: “Die Zusammenarbeit kann zum Wohle der Gettorfer intensiviert werden. In der Vergangenheit lief ja nicht immer alles zur Zufriedenheit.“ Damit spielte er auf das Ende des Vertrages zur Schulsozialarbeit mit dem Schulverband an, dessen Vorsitzender Frank zu diesem Zeitpunkt war. „Wir werden Punkte, bei denen wir zusammenarbeiten können, suchen und finden“, versprach Frank.

AWO-Vorsitzender Stark-Wulf wünschte sich „an die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) anzuschließen. Und ganz unvernünftig war das, was Sie in Ihrer Eigenschaft als Schulverbandsvorsitzender gemacht haben, auch nicht, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren.“

Amtsdirektor Matthias Meins ging in seinem Grußwort vor allem auf die aktuelle Situation der Flüchtlingshilfe ein. So seien in der Flüchtlingsunterkunft in der Bergstraße jetzt vor allem Familien untergebracht.

Angemietete, nicht mehr benötigte Wohnungen seien inzwischen zurückgegeben worden. Denn anerkannte Flüchtlinge müssen nicht mehr von den Gemeinden mit Wohnraum versorgt werden, sondern sind selbst dafür verantwortlich. „Fiskalisch sind wir dann nicht mehr zuständig“, so Meins.

Zuständig seien die Kommunen aber für Obdachlose. Und Obdachlosigkeit tritt dann ein, wenn die Flüchtlinge aus den Gemeinschaftsunterkünften heraus müssen, aber keine Wohnung finden. „Die Situation insgesamt ist eher schwieriger geworden.“ Hier wünsche er sich eine Zusammenarbeit mit der AWO.

Wiedergewählt wurde Reiner Pörksen als Kassierer und Maren Siebelts als Schriftführerin. Neu in den Vorstand wurde Dr. Jörg Weimer als Beisitzer gewählt. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Vorstand eine ordnungsgemäße Buchführung. Der Vorstand wurde entlastet.

Inge Lemke (Gettorf), Ruth Wernicke (Osdorf), Karin Krause (Osdorf, früher Großkönigsförde), Karl Heinz Schröder (Bornstein), Karen Oppermann (Neudorf), Helmut Schmidt (Bornstein), Elke Zellhöfer (Wulfshagenerhütten), Gerd Zellhöfer (Wulfshagenerhütten) und Wulf-Dieter Stark-Wulf (Gettorf) wurden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Rolf Jacobsen (Noer), für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Die AWO Gettorf ist schwerpunktmäßig in der Jugend- und Familienhilfe tätig und unterstützt Senioren. Vorsitzender ist Wulf-Dieter Stark-Wulf.

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