Aus acht mach zwölf

porträt kühl 1

Rekord bei Erwerbstätigen

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31. August 2018, 14:20 Uhr

Wieviel U-Boote braucht das Land? Schwer zu sagen. Im deutschen Typstützpunkt Eckernförde sind sechs Boote zu Hause, zwei sollen noch dazukommen. Geschätzte Stückkosten: rund 500 Millionen Euro. Wahrlich kein Pappenstiel. Aber für den verdeckten Einsatz auf See unerlässlich. Die deutschen Boote der Klasse 212A sind nicht nur die modernsten außenluftunabhängigen U-Boote der Welt, sondern auch die Blaupause für viele lukrative Aufträge für befreundete Marinen. Das bringt Geld in die Kasse der Werften und Rüstungsfirmen, die Arbeitsplätze sichern, Steuern zahlen und Europa wehrhafter machen, falls irgendein fehlgeleiteter Despot falsche Entscheidungen trifft.

Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann kommt aus Düsseldorf und sitzt für die nicht-regierungsverantwortliche FDP im Bundestag, ist verteidigungspolitische Sprecherin und stellvertretende Bundesvorsitzende. Also nicht irgendwer. Beim Fischbrötchen im Eckernförder Hafen hat sie jetzt nach dem Besuch der U-Boot-Flottille einen rausgehauen: Deutschland braucht zwölf statt acht U-Boote, um gewappnet zu sein. Eine richtige Steilvorlage für die Marine. Nur wo die zusätzlichen zwei Milliarden Euro herkommen sollen, hat sie nicht gesagt. Die deutsche Wirtschaft wird vermutlich irgendwann auch mal einbrechen und die derzeitige Geldflut, die vieles kaschiert und längst nicht bei allen Menschen ankommt, verebben. Was dann? Vielleicht setzt sie auf einen lukrativen Gebraucht-U-Boot-Markt, um dann nicht mehr finanzierbare Boote an zahlungskräftige Nationen zu verkaufen.

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