Auch Tesa leidet unter der Krise

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06. April 2020, 15:33 Uhr

Norderstedt | Die Corona-Krise macht nun auch dem Norderstedter Klebemittelhersteller Tesa erheblich zu schaffen. Der Umsatz der Beiersdorf-Tochter sackte im ersten Quartal 2020 um 5,1 Prozent ab. „Als Zulieferer für die Automobilindustrie spüren wir die Auswirkungen der Werksschließungen“, erläuterte Sprecher Gunnar von der Geest. Die Lieferung von Klebeprodukten für den Autobau gehört zu den wichtigsten Standbeinen. Trotz wegbrechender Aufträge verzichtet das Unternehmen bislang auf Kurzarbeit für die weltweit knapp 5000 Mitarbeiter.

Die Pandemie sorgt allerdings in anderen Bereichen sogar für steigende Nachfrage. So arbeiten die Werke in Offenburg und in Norditalien auf Hochtouren. Von der Geest: „Dort stellen wir Warnklebebänder her, die gerade in vielen Supermärkten gebraucht werden.“ In China, wo Tesa ein eigenes Werk betreibt, laufe die Produktion wieder an. Aufwärts gehe es zudem im Elektroniksektor. Die Norderstedter liefern Klebematerial für Handys und Tablets.

Hinter dem Unternehmen liegt ein „anspruchsvolles, aber erfolgreiches Geschäftsjahr“, urteilte der Vorstand gestern bei der Vorlage der Bilanz für 2019. Der Umsatz kletterte um knapp drei Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis legte kaum merklich um 0,6 Prozent auf 212 Millionen Euro zu.

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