Arbeitsmarkt startet aus der Sommerpause

Agenturen teilen Zahlen für August mit / Arbeitslosenquote im Kreis Pinneberg um 0,5 Prozent auf 5,4 Prozent geschickt

shz.de von
31. August 2018, 16:00 Uhr

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Pinneberg ist im August gesunken. Wie die Agentur für Arbeit gestern mitteilte, waren 8111 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 84 weniger als im Juli. Aufgrund des geringen Unterschieds ist die Arbeitslosenquote gleich geblieben, sie liegt weiter bei
4,7 Prozent. Damit ist sie 0,5 Prozentpunkte niedriger als im August des vergangenen Jahres.

In Schleswig-Holstein dagegen ist die Arbeitslosenquote um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf
5,4 Prozent gestiegen. 84900  Menschen waren arbeitslos. „Der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vormonat Juli kommt für uns nicht überraschend, da die Betriebe üblicherweise erst nach den Sommerferien neues Personal einstellen. Für mich ist wichtig, dass wir zum ersten Mal in einem August seit 1992 wieder eine Arbeitslosenzahl von unter 85 000 für Schleswig-Holstein vermelden können“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. Im Vergleich zum August des Vorjahres wurde ein Rückgang von 9000 Arbeitslosen verzeichnet.

Die Ferienzeit sieht auch Sönke Fock, Geschäftsführer der Hamburger Agentur für Arbeit als Grund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Hansestadt. Dort lag die Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent, 0,2 Prozentpunkte höher als im Juli. Damit waren 67 753 Arbeitslose gemeldet. Der Leiter der Agentur für Arbeit in Elmshorn, Thomas Kenntemich, erwartet im Frühherbst weiter sinkende Arbeitslosenzahlen: „Der Arbeitsmarkt ist ständig in Bewegung und bietet immer wieder neue Möglichkeiten. Besonders nach den Sommerferien nehmen viele Firmen ihre anstehende Personaleinstellungen vor.“ Knapp 2900 offene Stellen gebe es derzeit im Kreis Pinneberg. Außerdem starten viele Jugendliche in den nächsten Tagen in Ausbildung, Schulbesuch oder Studium. „Dies wird den Arbeitsmarkt in den kommenden Wochen zusätzlich entlasten“, sagte Kenntemich. Langzeitarbeitslose sollten in der Bewerbung auf Praktika und persönliche Empfehlungen durch Mitarbeiter setzen. „Außer dem Vermittlungsvorschlag durch Experten, dem Arbeitszeugnis vom bisherigen Arbeitgeber oder die persönliche Empfehlung durch Mitarbeiter, kann besonders ein Praktikum im Unternehmen zum Kennenlernen und auch als Türöffner genutzt werden“, erläutert Kenntemich.

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