Aktion zum Schutz des Wasser

Die Aqua-Agenten-Profis gestalteten unter anderem Plakate.
Die Aqua-Agenten-Profis gestalteten unter anderem Plakate.

Projekt: „Aqua-Agenten-Profis“ der Moorreger Gemeinschaftsschule gaben ihr Wissen an Uetersener Viertklässler weiter

shz.de von
20. Juni 2018, 16:05 Uhr

Eine ganz besondere Unterrichtsstunde, in der nicht eine Lehrkraft, sondern Schüler Wissen vermittelten, erlebten Viertklässler der Uetersener Birkenallee-Schule. Sie hatten aus Anlass des Weltumwelttags neun Fünftklässler der Moorreger Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg zu Gast, die ihr Wissen rund um den Schutz des Wassers an die Grundschüler weitergaben.

Die Moorreger Schüler hatten an dem Bildungsprojekt Aqua-Agenten teilgenommen und bei einem Besuch im Klärwerk in Hetlingen ihr Wissen über die Ressource Wasser vertieft. Mit Unterstützung ihrer Fachlehrer vermittelten die „Aqua-Agenten-Profis“ nun ihr gewonnenes Wissen lebensnah und mit eigenen Worten den jüngeren Schülern. So hatten sie im Klärwerk gesehen, warum kein Müll und gefährliche Flüssigkeiten in die Toilette gelangen dürfen und erklärten den Viertklässlern den Weg des Abwassers von der Toilette in einen Kanal und von dort ins Klärwerk. „Abfall kann selbst im Klärwerk nur schwer aus dem Wasser entfernt werden“, erzählten die Aqua-Agenten-Profis den Viertklässlern.

Gemeinsam mit ihnen dachten sie sich Geschichten aus, welcher Abfall durch Unwissenheit oder Bequemlichkeit in die Toilette gelangen könnte, aber dort keinesfalls hingehört. Gemeinsam gestalteten die Schüler Plakate und malten darauf zum Beispiel Wattestäbchen, Medikamente, Öl oder Farbreste mit dem Vermerk, in welchen Abfalleimer diese Dinge gehören. Die Plakate werden im Pausenraum der Schule ihren Platz erhalten, damit auch andere Kinder und Besucher der Schule daran erinnert werden, welche Gegenstände nicht in die Toilette geworfen werden dürfen.


Wissensvermittlung schafft Selbstvertrauen

Auch eine Modelltoilette hatten die Fünftklässler aufgebaut, darin zahlreiche Gegenstände „versenkt“ und ihren „Schülern“ die Aufgabe erteilt, die Gegenstände daneben stehenden Müllbehältern zuzuordnen. Die Kinder wussten, dass Toilettenpapier dort verbleiben darf, aber Plastik in die Gelbe Tonne und Feuchttücher oder Katzenstreu in den Restmüll gehören. „Es ist faszinierend, wie sich die Schüler auf Augenhöhe austauschen und wie konzentriert die jüngeren Schüler den Erläuterungen der Fünftklässler folgen. Die Fünftklässler gewinnen durch die Wissensvermittlung an jüngere Schüler viel Selbstvertrauen“, so Timo Kittler, Lehrer an der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg. Er begleitete die Schüleraktion. Organisiert wurde die Wissensvermittlung von Schülern an Schüler durch die Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg und dem Abwasserzweckverband Südholstein. Beide Einrichtungen sind Träger des Modellprojekts „Aqua-Agenten in Südholstein“ und arbeiten mit weiteren Partnern aus der Region zusammen.

Das Bildungsprojekt „Aqua-Agenten“ ermöglicht Kindern der dritten bis sechsten Klassenstufen, auf kreative Weise die Bedeutung von Wasser für Mensch, Natur und Wirtschaft zu entdecken. Das Gesamtprojekt ist eine Initiative der Umweltstiftung Michael Otto und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Im Rahmen des Aqua-Agenten-Projekts im Kreis Pinneberg gab es rund um den Weltumwelttag „Wir haben nur eine Erde - deshalb: Ressourcen schützen!“ auch einen Aqua-Agenten-Klimafolgentag für eine DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) im Elbmarschenhaus Haseldorf.

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