A-cappella-Klänge im Kloster

Die jungen Männer von „Elbvocal“ überzeugten in der Klosterscheune mit ihrem Gesang.
Die jungen Männer von „Elbvocal“ überzeugten in der Klosterscheune mit ihrem Gesang.

Das Ensemble „Elbvocal“ erfreut sein Publikum in der Gräfin-Bredow-Scheune / Nächster Kulturtag ist am 10. Juni

shz.de von
12. Mai 2018, 16:05 Uhr

Das A-cappella-Ensemble „Elbvocal“ füllte die Gräfin-von-Bredow-Scheune: Rund 100 Zuschauer lauschten dem Auftritt der zehn jungen Sänger, zu dem die Klosterfreunde geladen hatten.

Das Repertoire von Elbvocal ist breit: „Unsere Lieder sind alt bis neu, leise bis laut, traurig bis fröhlich“, so Chorleiter Michel Preiß. Die Sänger, die sich als Chorknaben kennenlernten, sind zwischen 20 und 25 Jahre alt. Studien- und arbeitsbedingt sind sie in inzwischen in ganz Deutschland verteilt, trotzdem finden sie sich regelmäßig zu Proben zusammen und sind auch für private Feiern buchbar. Für ihren Auftritt im Kloster hatten sie eigens einen ganzen Probetag eingelegt.

Klosterprobst Hubertus Graf von Luckner (Foto) begrüßte das Publikum und freute sich, dass die Kulturscheune zur Saisoneröffnung so gut gefüllt war. Die hiesige Gruppe könne wundervoll singen, so der Klosterprobst, der damit neugierig machte, weiter.

Mit „Oh Shenandoah“, einem amerikanischen Volkslied“, stimmten die zehn Sänger ihr A-capella-Konzert an, wechselten dabei vom Solo in den vierstimmigen Gesang. Es folgte „Can’t buy me love“, allerdings nicht in der Originalversion der Beatles, sondern als Arrangement von den „King’s Singers“ mit dem Klang eines alten Magridals. Als Hommage an die plattdeutsche Sprache wurde „Dat du min Leevsten büst“ gegeben.

Mit der Ballade „Der Feuerreiter“ von Eduard Mörike gaben „Elbvocal“ die vertonte Version des romantischen Gedichts, das den Brand in einer Mühle mit der sagenhaften Gestalt des Feuerreiters verknüpft. Diese Tragödie in mehreren Strophen wurde durch versetzten Gesang mit großer Dramatik präsentiert. Auch die modernen Songs trafen den Geschmack des Publikums: „Show me the meaning“, im Original von den Backstreet Boys, oder „Engel“ von Rammstein mit vielen A-capella-Soundelementen.

Im Anschluss an das stimmungsvolle Konzert genossen die Gäste bei schönstem Wetter ihre Getränke im Garten.

Das nächste Mal öffnet die Gräfin-von-Bredow-Scheune am 10. Juni ihre Pforten. Denn dann hält Elsa Plath einen Lichtbildvortrag zum Thema „Reisen zu Goethes Zeiten“, mit musikalischer Untermalung durch ein Damentrio.

>www.elbvocal.de


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen