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45 Holzbohlen stoppen Regionalzüge

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Den zweiten Tag in Folge haben Unbekannte die Gleise auf einer Brücke der Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg blockiert – mit Holzbohlen. Züge hätten leicht entgleisen und in den Elbe-Lübeck-Kanal stürzen können.

„Ich mag mir das gar nicht vorstellen“, sagt Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizei. Am Mittwoch hatten die Täter 20 Holzbohlen zwischen und auf die Schienen gelegt. Ein mit 30 Personen besetzter Regionalexpress aus Lübeck fuhr darüber. „Weil die Bohlen relativ morsch waren, wurden sie zerschreddert“, so Stelke. Der Zug jedoch wurde schwer beschädigt, die Bahn schätzt den Schaden auf 50 000 Euro. Fahrgäste wurden nicht verletzt.

Nur einen Tag später waren die Gleise schon wieder blockiert, diesmal mit 25 Holzbohlen. Auch sie zersplitterten glücklicherweise, als eine Regionalbahn mit 51 Fahrgästen darüber fuhr. Schaden diesmal: 20 000 Euro. Die Fahrgäste konnten den Zug mit Hilfe der Feuerwehr verlassen, die Bahnstrecke war drei Stunden lang gesperrt. „Die 80 Zentimeter langen Bohlen lagen lose auf einem Arbeitsweg neben den Schienen“, erklärt der Sprecher der Bundespolizei. „Wir sprechen deshalb auch nicht von einem organisierten Anschlag, vermuten übelsten Unfug.“ Es werde wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. „Sollten Täter gefasst werden, wird die Bahn von ihnen den Schaden von 70 000 Euro einfordern.“ Um die Sicherheit der Strecke zu gewährleisten, patrouillieren jetzt Streifen mit Hunden, auch ein Hubschrauber wird zur Überwachung eingesetzt. Und die restlichen Bohlen wurden gestern abtransportiert.


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erstellt am 14.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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