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40-Jähriger soll Mithäftling erschlagen haben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Er galt als aggressiv und gefährlich. Patienten, Ärzte und Putzfrauen in der forensischen Klinik in Neustadt hatten Angst vor ihm. Ein 40-Jähriger, der im März in der forensischen Klinik in Neustadt in Holstein einen Mitpatienten erdrosselt haben soll, steht seit gestern in Lübeck vor Gericht. Weil er sich von dem 46-Jährigen beleidigt fühlte, habe er sein Opfer umgebracht, heißt es in der Anklage. Aus dem Gemeinschaftsraum habe er ein schweres Schachbrett geholt und damit seinem Zimmergenossen hinterrücks auf den Kopf geschlagen. Anschließend habe er den Gürtel seines Bademantels um den Hals seines Opfers geschlungen und zugezogen. Erst Stunden später wurde die Tat entdeckt, weil der Angeklagte seinem im Bett liegenden Opfer eine Mütze tief ins Gesicht gezogen habe, sagte der Staatsanwalt. Zu den Tatvorwürfen wollte sich der Angeklagte gestern nicht äußern. Freimütig und eloquent berichtete er dagegen aus seinem Leben. Da ist von Gewalt durch den Vater die Rede, von sexuellem Missbrauch, Schulversagen und Drogenkonsum. 2004 war der Mann vom Landgericht Kiel wegen Totschlags in einer Obdachlosenunterkunft zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Weil er als sehr aggressiv gilt, ist er in der Forensik untergebracht.

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