30 Millionen sollen Hochschulen für Studenten-Ansturm rüsten

Margret Kiosz von
30. Juli 2014, 14:18 Uhr

Wissenschaftsministerin Waltraud Wende sprach gestern von einem „guten Tag für unsere Hochschulen“. Mit den dauerhaft zugesagten zusätzlichen Mitteln in Höhe von 30 Millionen Euro herrsche endlich für die Unis und Fachhochschulen im Norden Planungssicherheit. Die Opposition mag in diesen Jubel nicht einstimmen und ätzt: „Offensichtlich müssen sich die Hochschulen unter Wende schon freuen, wenn ihnen nicht weiter geschadet wird.“ Dass die Ministerin den Hochschulpakt endlich voll ausfinanziere, sei das Mindeste. Denn von den 30 Millionen, die das Land künftig beim Bafög spart, weil der Bund die Kosten übernimmt, „sehen die Hochschulen im Norden keinen Cent“, erklärte Daniel Günther (CDU). Mit dem höchst umstrittenen Lehrkräftebildungsgesetz gebe es zudem in Wendes Etat „eine tickende Zeitbombe, deren Sprengkraft noch niemand einschätzen kann“ – ein Hinweis auf die gleich hohe Bezahlung für alle Lehrer und die Mindeststandards in den Flensburger Studiengängen.

Doch Wende lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Mit dem Geld aus dem Hochschulpakt könnten jetzt endlich Zeitverträge in feste Planstellen umgewandelt und der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden. Mit dem 2007 gestarteten Pakt wird die Einrichtung von zusätzlichen Studienplätzen finanziert. Bedingt durch doppelte Abi-Jahrgänge und den Wegfall der Wehrpflicht ist die Zahl der Studierenden stark gestiegen. Da im Norden der doppelte Abi-Jahrgang 2016 an die Hochschulen kommt, seien die aktuellen Verhandlungen mit dem Bund über Förderungen ab 2015 für den Norden besonders wichtig.

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