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Meldungen

21. August 2017 | 20:23 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ehepaar soll junge Frau ausgebeutet haben



Im Prozess um die Ausbeutung einer ecuadorianischen Haushaltsangestellten hat das angeklagte Ehepaar über ihre Anwälte den Vorwurf des ausbeuterischen Menschenhandels zurückgewiesen. Die 42-Jährige und ihr zwei Jahre älterer Mann, der sich wegen Beihilfe verantworten muss, räumten jedoch vor dem Amtsgericht ein, gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen sowie den Lohn vorenthalten und Sozialabgaben nicht abgeführt zu haben. Laut Anklage soll das Paar einer junge Ecuadorianerin versprochen haben, sie zwei Jahre lang für 800 Dollar im Monat in Hamburg als Haushaltshilfe zu beschäftigen. Doch die Frau erhielt bis zu ihrem heimlichen Auszug 2009 laut Staatsanwaltschaft lediglich 119,45 Euro. Zudem hatte die heute 22-Jährige keinen Urlaubsanspruch und musste mindestens 40 Stunden pro Woche an allen Wochentagen arbeiten. „Das ist ein sehr ungewöhnlicher Fall“, sagte die Vorsitzende Richterin zu Beginn der Verhandlung. „Ich habe mich wie ein minderwertiger Mensch gefühlt“, sagte die junge Ecuadorianerin im Zeugenstand. Bereits in Ecuador hatte sie als Haushälterin für die angeklagte 42-Jährige gearbeitet. 15 Monate habe sie nach dem Umzug nach Deutschland auf einem Sofa geschlafen. Erst danach habe sie ein Bett bekommen. Neben dem Haushalt war sie auch für das Essen, Einkäufe und die Kinder des Paares zuständig. Die Frau hat mittlerweile eine für die Dauer des Prozesses befristete Aufenthaltserlaubnis und arbeitet als Haushaltshilfe und Kindermädchen im Hamburger Stadtteil Winterhude.

Drei Fußgänger von Auto erfasst und verletzt



Drei Fußgänger sind auf einem Fußweg auf der Ostseeinsel Fehmarn von einem Auto erfasst und verletzt worden. Ein 27 Jahre alter Autofahrer habe in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, berichtete die Polizei gestern. Das Auto schleuderte auf den Gehweg und erfasste dort drei Fußgänger aus Rothenburg an der Wümme. Ein 23-Jähriger erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Kopfplatzwunde, er musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Ein 41-jähriger Mann und sein 10-jähriger Sohn wurden ambulant behandelt.

Mann stirbt in Geschirr-Aufzug



Ein Mann ist in einem Fahrstuhl in einer Hamburger Bäckerei am Speersort gestorben. Offenbar wollte er mit dem für Geschirr vorgesehenen Kleinlast-Lift vom Erdgeschoss in den Keller fahren. Dabei ist der Mann in dem engen Aufzug stecken geblieben, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr konnte den Fahrstuhl erst erst nach mehr als einer halben Stunde öffnen um den 51-Jährigen aus dem Schacht zu bergen. Vergeblich wurde versucht, den leblos am Boden liegenden Mann zu reanimieren. Die genaue Todesursache ist noch unklar.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 00:34 Uhr

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