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16.08.2019
historische_touren_tornesch :

Ein Gebäude mit BedeutungTour Ost: Auf den Spuren der Vergangenheit in Tornesch und Ahrenlohe Über das ganze Tornescher Stadtgebiet verteilt, weisen grüne Schilder auf historische Gebäude hin. Auf der Homepage der Stadt sind drei Touren, 2002 entwickelt von der Lokalen Agenda-Gruppe, abrufbar, die sie miteinander verbinden. Unsere Autorin Michaela Eschke hat die drei historischen Spaziergänge genauer unter die Lupe genommen. Im dritten und letzten Teil unserer Serie stellt sie die Tour-Ost vor. Tornesch Der Tornescher Hof war mit mehr als 120 Hektar im 19. Jahrhundert der flächenmäßig größte Bauernhof des Orts, erhalten ist davon heute noch das Grenzhaus in der Ahrenloher Straße 38. Die Kate, die bereits vor 1800 an dieser Stelle stand, wurde Grenzhaus genannt, weil hinter dem Gebäude die Grenze des Tornescher Hofs lag und Ahrenlohe begann. Der Tornescher Hof stand früher dort, wo heute der Supermarkt Rewe ansässig ist. Der einstige Großbauernhof ist bereits im 16. Jahrhundert nachgewiesen und bestand später aus sieben Gebäuden. Der Hof selbst wurde 1982 abgerissen. Das historische Reetdach-Altenteilerhaus, auch Abschiedshaus genannt, da der Altbauer den Hof an seinen Nachfolger übergab und daher Abschied nahm, wurde 2013 abgebrochen. Der Giebelbalken mit der Inschrift „Wer Gott vertraut hat wohl gebaut - im Himmel und auf Erden. Anno 1810 Jürgen Siemsen - Anna Catrina Siemsen. Den 2. Juni“ ist im Mölln-Museum am Bockhorn ausgestellt, ebenso die eichene Paneelwand mit Bettnische. Der heutige Ortsteil Ahrenlohe war einst eines der Dörfer, aus deren Zusammenwachsen Tornesch entstand. „Der erste Bewohner Ahrenlohes war Hans Mohr aus Hemdingen. Eine Militärkarte aus dem Jahr 1700 zeigt die Einzellage des Hofes am ehemaligen Ochsenweg, der heutigen Ahrenloher Straße“, erklärt Ortshistorikerin Annette Schlapkohl, „es heißt noch 1702 vom damaligen Stelleninhaber, dass er auf der Ahrenlohe allein wohne. Dieser Hof existiert übrigens noch heute als großer landwirtschaftlicher Betrieb Hatje im Ort.“ Anfang des 18. Jahrhunderts folgen dann weitere Bauernhöfe und Bauten. Das Zweiständer-Fachhallenhaus des Bauernhofs Meyer, am Kreisel an der Ahrenloher Straße gelegen, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der angrenzende Kuhstall, in dem sich heute Wohnräume befinden, wurde 1900 errichtet. Die denkmalgerecht sanierten historischen Gebäude sind als einfaches Kulturdenkmal eingestuft. Entlang der Tour Ost liegen sehenswerte Naturdenkmäler, wie die Purpurbuche im Vorgarten der ehemaligen Baumschulvilla Lopau, die Rotbuche im Hintergarten der einstigen Baumschule Struck oder die Trauerbuche im Vorgarten der 1903 gebauten Baumschulvilla Bornholdt. In der Ahrenloher Schule am Hörnweg wurden die Kinder des Dorfes bis 1969 jahrgangsübergreifend unterrichtet. Schon zur Mitte des 18. Jahrhunderts ist hier Schulunterricht nachgewiesen, das heute erhaltene Schulgebäude stammt aus dem Jahre 1882. Es ist als Kulturdenkmal eingetragen, wurde saniert und wird von Vereinen und privat als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Hinter der Schule beginnt der Esinger Wohld. Bei diesem uralten Waldstandort wurde der Wald niemals zur landwirtschaftlichen Nutzung gerodet. Schon der Ortsname Ahrenlohe verweist auf den Wald, denn mit dem Wortteil „lohe“ wurde eine lichte Stelle des ehemals größeren Waldgebiets bezeichnet. Die Rhododendren, die im Esinger Wohld an einigen Stellen haushoch wachsen, sind Überbleibsel einer hier in den 1950er Jahren durchgeführten Baumschulzucht. Am Waldrand am Prisdorfer Weg wurde ein seltener Fund gemacht. Dort wurden die Überreste eines bis zu 2100 Jahre alten eisenzeitlichen Ofenmantels gefunden. Aus Raseneisenerz, das sich in eisenhaltigem Grundwasser in Flachmooren findet, wurde hier metallisches Eisen erzeugt. Die Überreste befinden sich im Stadtarchiv im Heimathaus und können dort zu den Öffnungszeiten angesehen werden.

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16.08.2019
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