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Nachrichten

21. August 2017 | 09:07 Uhr

Holstenhallen : Friedliches Baller-Wochenende

vom

Mehr als 2200 Spieler zockten auf der Computerparty Northcon in den Holstenhallen, und zwar rund um die Uhr

Neumünster. Ja, ein bisschen durchgeknallt sind sie schon, diese Computerspieler, die sich am Bildschirm Schlachten liefern, sich überwiegend von Cola und Pizza ernähren und kaum schlafen. Aber das alles muss wohl großen Spaß machen, denn zur Northcon-Computerparty, die von Donnerstag bis Sonntagmorgen in den Holstenhallen stieg, kamen 2200 Spieler aus ganz Deutschland und dem Ausland zusammen, um friedlich ihrem Hobby ausgiebig zu frönen.

Natürlich hatten auch bei Deutschlands teilnehmerstärkster Computerparty die sogenannten Egoshooter-Spiele wie "Counter Strike" und "Call of Duty" den stärksten Zulauf. Aber auch Rollenspiele wie "League of Legends" und Spaßspiele, darunter "Flunkyball" oder "Mario Kart", hatten ihre Liebhaber. "Es ist cool, die Leute wirklich zu treffen, mit denen man sonst nur im Internet zu tun hat", erzählte Alexander Rapp (20) aus Mannheim, der mit seinen Mitstreitern in der e-Sport-Arena antrat. Ebenso sah es Götz Sohnemann (27) aus Hamburg. "Ich hab noch keine drei Stunden am Rechner gesessen, weil ich so viele Bekannte getroffen habe", meinte er am Sonnabend.

Das galt natürlich nur für wenige Partyteilnehmer. Die meisten Besucher saßen denn doch stundenlang vor ihren Bildschirmen und hielten sich mit Energy-Drinks wach. Und so war es kein Wunder, dass die Hallen am Sonntag auch aussahen wie ein Schlachtfeld aus Flaschen und Pizzakartons, Schlafsäcken und Feldbetten. 

"Hauptsache Spaß", das war die Devise, die Spieler im Alter von 18 bis über 60 Jahre anlockt. "Für mich ist es das erste Mal, und ich finde es super", berichtete Konrad Stiehl (51) aus Kassel. Und Wilma Lehmann (17), die als eine der wenigen Frauen gemeinsam mit ihrem Freund Daniel Krüger (22) aus Halle an der Saale angereist war, hatte sich sogar in das Outfit ihrer Lieblingsfigur gekleidet. "Ich schneidere das alles selbst und fühle mich gut in der Rolle der Magierin", erzählte sie nicht ohne Stolz.

Zufrieden zeigten sich auch die Veranstalter der Northcon. "Wir hatten zwar noch mehr Besucher aus dem näheren Umland erwartet, aber die neue e-Sport-Arena wurde gut angenommen. Und mit 3000 Besuchern sind wir auf dem Stand der vergangenen Jahre", resümierte Organisator Marco Grimm.

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