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"Highship" : Flensburg ringt um Flugboote am Harniskai

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Eigentlich sollten am Harniskai längst hypermoderne Flugboote gebaut werden. In Flensburg glaubt niemand mehr wirklich daran. Die Stadt möchte aus dem Vertrag aussteigen - doch das ist nicht so einfach.

Flensburg | Flensburg. Sie ist auch am Dienstag wieder eingeladen, aber natürlich rechnet auch am Dienstag niemand mit Barbara Geisel, der Geschäftsführerin der Tycoon GmbH, die am Harniskai für die Highship Ltd. (Geschäftsführerin auch Barbara Geisel) eine Montagehalle für hypermoderne Flugboote zu errichten versprach.

Die Investorin hat sich rar gemacht, und umgekehrt proportional dazu steigt in Flensburg der Gesprächsbedarf. Am Dienstag unterhalten sich deshalb Politik und Verwaltung im Hauptausschuss (Beginn 16 Uhr, Europaraum) eben ohne Frau Geisel über das Projekt.

Es glaubt niemand mehr an den Baubeginn

Unter Top 5 gibt es im öffentlichen Teil Antworten der Verwaltung auf Fragen der Politik. Und weil einige Fragen privatrechtliche Details berühren - zum Beispiel die Vertragsgestaltung - taucht das Thema im nicht öffentlichen Teil noch einmal auf. Nach Angaben von Verwaltungssprecher Clemens Teschendorf geht es um die Besonderheiten, die eine Rückabwicklung des auf 30 Jahre abgeschlossenen Pachtvertrages mit Tycoon erschweren. Dieser war seinerzeit von Barbara Geisel vor dem Hauptausschuss eingebracht und dann von der Politik abgenickt worden.

Nach den hoch fliegenden Träumen von einer Hochtechnologie-Fabrik richtet sich Flensburg auf eine harte Landung ein. Nach ursprünglichen Planungen sollten die Fahrzeuge längst montiert werden, nach späteren sollte die Halle schon fertig sein, nach noch späteren Ankündigungen sollte in diesem Jahr wenigstens Baubeginn für diese Halle sein - allein: Es glaubt niemand mehr daran. Daher die Frage nach dem Ausstieg aus dem Vertrag.

Ausstieg ist nicht so einfach

Nach Angaben der Verwaltung ist das auf die Schnelle nicht möglich. Die Rechtsabteilung des Rathauses lässt über Clemens Teschendorf ausrichten, in Verträgen, die nach Erbbaurecht geschlossen werden, könne man keine knackigen Rücktrittsklauseln für den sogenannten Heimfall vereinbaren, das Erbbaurecht sei darauf ausgelegt, Investoren eine längerfristige Planung zu ermöglichen.

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