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18. Dezember 2017 | 15:53 Uhr

Niebüll : Ein bunter Sprachen-Mix

vom

Tag des Friesischunterrichts sollte Impulse für die weiterführenden Schulen geben.

shz.de von
erstellt am 15.Mär.2013 | 09:12 Uhr

Niebüll. Der Tag des Friesischunterrichts 2013 wurde wieder zu einem "großen Tag für kleine Leute". 160 Friesen kinder - überwiegend Jungen und Mädchen aus den Grundschuljahrgängen aus der Böking- und Goesharde sowie von den Inseln Föhr und Sylt - folgten der Einladung von Rektor Gerd Vahder in die Alwin-Lensch-Schule. Der Leiter der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Risum-Lindholm ist Initiator dieser Veranstaltungsreihe und Landesfachberater für den Friesischunterricht. 

Der Tag des Friesischunterrichts dient, wie der gastgebende Niebüller Schulleiter, Rektor Klaus Dieter Thomsen, betonte, der Erhaltung und Belebung der friesischen Sprache und Kultur. Gerd Vahder legte die Veranstaltung bewusst nach Niebüll: "Hier sind wir näher an den weiterführenden Schulen dran, in denen Friesischunterricht nicht mehr gegeben wird." Beide Rektoren waren sich einig: "Es könnte nur noch besser werden."

Den Unterrichtstag hatten Vahder und seine Kolleginnen Dörte Flor, Levka und Bente Johannsen als Kreativitätstag proklamiert. Mit Szenenspiel, Musik, Gesang, Trachten, einem "Friesenhaus-Quiz", Friesisch am PC und Tanz brachten die jungen Akteure buntes Leben auf die Bühne der kleinen Schul-Aula. Eltern, Lehrer, und Vertreter der Friesenvereine vom Festland und den Inseln, vom Nordfriesischen Verein, dem Nordfriisk Instituut und Friesenrat waren ein aufmerksames Publikum. Mit von der Partie waren auch die Landtagsabgeordneten Astrid Damerow (CDU) und Lars Harms (SSW) sowie Schulrätin Astrid Finger. Gesponsert wurde die Veranstaltung vom Friesenrat und dem Niebüll-Deezbüller Friesenverein mit Greta Johannsens "Frasch Scheew".

Alles in allem war in der Aula eine stattliche friesische Familie versammelt. Angrenzende Klassenräume waren teils Garderoben, teils Probe- und Kreativräume. Wenn nicht gerade Stimmen in Fest- und Uthland-Dialekten Aufmerksamkeit forderten, herrschte ein munteres Sprachen-Mix, das die bunte Vielfalt im Sprachenland Nordfriesland symbolisierte. "Herrlich", befanden Teilnehmer, freilich auch verbunden mit der Hoffnung, dass der Tag neue Impulse setzen möge. Ob sich an den Regional-, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien etwas tut? "Warten wir’s ab", sagt Gerd Vahder. Er setzt auch darauf, dass Friesisch nicht nur in der Schule, sondern ebenfalls in den Familien und im Alltag gesprochen und gelebt wird.

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