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Weihnachtshit „Santa Clara“ : Wie ein Werbespot die Hamburgerin Emily Roberts zum Popstar macht

vom

Der Lidl-Weihnachtsspot überrascht mit einer polarisierenden Message. Eine Newcomerin leiht der Produktion ihre Stimme.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2016 | 13:11 Uhr

Hamburg | Wer in den Werbepausen nicht wegschaltet, kommt kaum an ihrer Stimme vorbei - Emily Roberts aus Hamburg hat es sich in etlichen Gehörgängen gemütlich gemacht. Die 23-Jährige leiht ihre Stimme dem Titelsong der aktuellen Lidl-Weihnachtswerbung und schaffte es mit „Santa Clara“ bis an die Spitze der deutschen „Spotify“-Charts und auf Platz zwei der „iTunes“-Video-Charts.

In 26 Ländern strahlt Lidl seine Liebeserklärung an Frauen, die fleißigsten aller Weihnachtswichtel, aus. Darin wird hinterfragt, warum Jahr für Jahr der Weihnachtsmann die Loorbeeren erntet, wenn ein Großteil der Weihnachtsvorbereitungen in Frauenhand ist. An Heiligabend, so die Message, sollte vor allem den Omas, Müttern, Töchtern gedankt werden. Auch der eingängige R 'n' B-Song, der ganz ohne Gefühlsduseleien auskommt, erzählt davon.

Im Internet löst diese Message gemischte Reaktionen aus. Auf der Lidl-Facebookseite zeigt sich ein großteil der Nutzer begeistert über den pompösen Spot, für den Lidl offensichtlich weder Kosten noch Mühen gescheut hat. Auch der Titeltrack erntet dort viel Lob. „Der beste Werbesong seit Ewigkeiten“, schreibt dort eine begeisterte Userin. Als „frech, stark und modern“ beschreibt de Spot eine andere. Aber auch von den Herren der Schöpfung gibt es Lob. „Sehr geniale Werbung“, freut sich dort einer. Auf der Youtube-Wall des Originalsongs tummeln sich derweil die Kritiker. „Feminist bullshit“, schimpft dort ein User, ein anderer schreibt, die Botschaft des Songs sei das Dümmste, was er je gehört hat. Häufig ist dort aber auch von „Weihnachtshit des Jahres“ die Rede.

Hier der Song in voller Länge:

Die Pop-Entdeckung von der Schanze lassen die Kommentare der üblichen Nörgler aber kalt. „Ich habe als Kind auch an den Weihnachtsmann geglaubt, bin nicht gegen Traditionen. Aber ich mag die Aussage, dass man die Arbeit der Frauen mehr feiern sollte – zu solchen Anlässen genau wie im Alltag. Typen, die mich deswegen bepöbeln, tun mir leid. Das ist armselig. Die sind vermutlich sehr frustriert“, sagt sie in einem Gespräch mit der Hamburger Morgenpost.

Roberts, die aus einer echten Künstlerfamilie stammt, wurde vor zwei Jahren auf der Bühne des Hamburger Kultclubs Knust entdeckt. Ihr erstes Album wird derzeit produziert und soll Anfang des kommenden Jahres erscheinen.

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