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Selber schlagen? : Warum Sie Ihren Weihnachtsbaum frühestens jetzt kaufen sollten

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Aus der Onlineredaktion

Der Weihnachtsbaum gehört in vielen Haushalten im Norden zum Fest dazu. Damit er nicht zu schnell austrocknet und nadelt, gilt es einige Dinge zu beachten - so sollte der Baum nicht zu früh gekauft werden.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 16:57 Uhr

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Für die meisten Deutschen ist das unvorstellbar. Diskussionen in den Haushalten gibt es allenfalls darüber, ob der Weihnachtsbaum bei einem der zahlreichen Händler gekauft oder selbst geschlagen werden soll. Doch welche Baumarten eignen sich überhaupt als Weihnachtsbaum? Und was gilt es bei der Pflege zu beachten? Antworten darauf gibt es hier.

Welche Baumarten kann man in Norddeutschland kaufen? Welche Unterschiede haben sie?

Klarer Spitzenreiter ist in Deutschland die Nordmanntanne mit einem Marktanteil von rund 90 Prozent. Dahinter folgen die Edeltanne und die klassiche Rotfichte, die aber keine Tanne ist. Sie nadelt im Gegensatz zur Nordmanntanne erheblich mehr und wächst häufiger schief, duftet dafür aber intensiver. 

Die Nordmanntanne ist mit 20 bis 25 Euro pro laufendem Meter am teuersten. Rotfichten gibt es bereits für 10 bis 12 Euro pro laufendem Meter, sagt Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer des Landesverbands Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen.

Wann sollte der Weihnachtsbaum gekauft werden?

Auch wenn etliche Händler in SH schon seit einigen Tagen Weihnachtsbäume anbieten, braucht niemand in Panik zu verfallen - ganz im Gegenteil: „Es reicht völlig, den Baum ein bis zwei Wochen vor Weihnachten zu kaufen“, sagt Axel-Werner Graf von Bülow, Vorsitzender des schleswig-holsteinischen Verbands der Weihnachtsbaumerzeuger. Das bestätigt Schoppa vom Baumschul-Verband.

Wer also heute oder morgen seinen Baum in Ruhe am 3. Adventswochenende kauft, ist aus Expertensicht immer noch recht früh dran.

Wo kann der Weihnachtsbaum selbst geschlagen werden?

Das Baumschlagen kommt immer mehr in Mode im Norden. Über das Land verteilt gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, die wir in einer Karte unter diesem Artikel zusammengestellt haben. Kennen Sie noch eine Möglichkeit? Dann schicken Sie eine Mail an Christoph.Kaefer@shz.de

Was muss ich bei der Baumpflege beachten?

„Der Baum sollte möglichst schnell zu Hause aus dem Netz geholt werden, da dies keine natürliche Haltung des Baumes ist“, sagt Graf von Bülow. Zudem sollte der Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest ins Haus geholt werden, denn so sinkt die Gefahr des Austrocknens. Im Haus sollte er möglichst nicht in Nähe der Heizung stehen und mit Wasser versorgt werden. „Dann kann der Baum bei guter Pflege rund einen Monat halten“, sagt Schoppa.

Gibt es Nachhaltigkeits-Zertifizierungen für Weihnachtsbäume?

Ja, das gibt es. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen werden Bäume unter dem Label „Der Norddeutsche“ vertrieben. Dies ist ein Herkunfts-Zertifikat, das nur Bäume aus heimischer Produktion erhalten. „Preislich gibt es keine Unterschiede zu den übrigen Bäumen“, sagt Graf von Bülow. Bei Interesse empfiehlt er, beim Weihnachtsbaum-Verkäufer nachzufragen, ob er Bäume dieses Labels führt.

 

 

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