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Weihnachtseinkäufe : Vorsicht, Fakeshop: LKA-SH warnt vor Betrügern im Internet

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Gerade vor Weihnachten nehmen Fakeshops im Internet zu. Das Landeskriminalamt gibtTipps für einen sicheren Einkauf im Netz.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 11:00 Uhr

Gerade in der oft so stressigen Zeit kurz vor Weihnachten sollte man sich etwas Zeit nehmen, wenn man auf die Schnelle ein Geschenk im Internet kaufen möchte.

In der Vorweihnachtszeit ist mit einem Boom der sogenannten Fakeshops zu rechnen. Darunter sind scheinbare Onlineshops zu verstehen, hinter denen tatsächlich aber keine echten Firmen stehen und die deutlich unter dem Preis seriöser Anbieter meist hochbegehrte Waren anbieten, aber nicht liefern - vom Spielzeug über Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik bis hin zu Sportartikeln, Schmuck und Kleidung.

Nimmt man sich aber ein bisschen Zeit, kann man die betrügerischen Angebote oft rechtzeitig erkennen. Warnmeldungen oder schlechte Erfahrungsberichte im Internet lassen einen natürlich besonders vorsichtig werden. Aber auch weitere Anhaltspunkte sollten die Achtsamkeit des Kaufinteressenten schärfen. Folgende Fragen sollte man sich vor einem Kauf stellen:

  • Ist die Seite in sich nicht stimmig, enthält sie z. B. Rechtschreibfehler oder Links, die nicht funktionieren? So etwas spricht nicht gerade für einen seriösen Anbieter.
  • Kann man den Anbieter kontaktieren und reagiert er auch?
  • Ist er nur per E-Mail erreichbar oder gibt es auch eine Telefonnummer, unter der einem auch wirklich geholfen werden kann?
  • Gibt es ein Impressum und passen diese Daten zu Angaben in den AGB? Diese werden oftmals nur von anderen Webseiten kopiert. Bei der Suchenach prägnanten Textpassagen kann man daher den ursprünglichen Webshop finden. Auch bei verwendeten Bildern kann man gegebenenfalls über eine Bildersuche Hinweise auf andere Webseiten entdecken.
  • Wie lange existiert die Webseite überhaupt?
  • Hat der Webshop ein Gütesiegel und ist er umgekehrt bei der das Gütesiegel ausgebenden Stelle bekannt? Bekannte und seriöse Anbieter sind unter www.internet-guetesiegel.de zu finden.
  • Welche Zahlmethoden kann ich auswählen? Eine Zahlung per Vorkasse ist für den Käufer die unsicherste Art. Achten Sie darauf, dass auch andere bekannte und sichere Zahlungsmethoden oder z. B. ein Kauf auf Rechnung angeboten werden und nutzen sie diese.

Je günstiger ein Angebot erscheint und je unbekannter Ihnen eine Seite oder ein Anbieter ist, desto kritischer sollten Sie sein. Dann steht einer schönen Bescherung nichts mehr im Wege, schreibt das LKA.

Internetbetrug: Was tun, wenn man auf einen Fakeshop hereingefallen ist?

Das Landeskriminalamt rät, auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei zu erstatten. „Es sollten Screenshots von der Seite gemacht werden, damit die Polizei einen Ermittlungsansatz hat“, sagt Uwe Keller vom LKA Schleswig-Holstein. Wichtig sei außerdem, sich die URL zu merken. „Falls es eine Kommunikation gab, sollte man die E-Mail-Adresse aufheben.“

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