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Weihnachtsgeschenke : So kommen Ihre Pakete bis Heiligabend an

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Aus der Onlineredaktion

Immer mehr Deutsche bestellen Weihnachtsgeschenke im Internet. Damit alle Geschenke rechtzeitig unterm Baum liegen, sollten Kunden bei der Bestellung einiges beachten. shz.de hat die wichtigsten Infos zusammengestellt.

Die Geschenke bringt der Weihnachtsmann? Von wegen, in Deutschland übernehmen häufig Paketboten diese Aufgabe. In der Weihnachtszeit brummt bei den Versandunternehmen der Betrieb - besonders in Zeiten des Online-Handels. Im Dezember werden in Deutschland täglich etliche Millionen Pakete und Päckchen ausgeliefert. Das hat auch Auswirkungen auf die Konsumenten: Was sollten Sie beachten, damit Ihr Paket an Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum liegt? Wir haben die wichtigsten Infos im Überblick.

Was muss ich hinsichtlich der Lieferzeiten im Inland beachten?

Viele Verkäufer und Online-Marktplätze nennen ein konkretes Lieferdatum vor dem Kauf – es lohnt sich also ein genauer Blick, ob das Geschenk auch spätestens zum 24. Dezember zugestellt wird. Besonders vor Weihnachten kann es durch die Vielzahl an Bestellungen bei einigen Anbietern zu Lieferengpässen kommen.

Weihnachtspakete, die innerhalb Deutschlands verschickt werden, müssen bei nahezu allen Anbietern bis zum 22. Dezember (Dienstag) abgegeben werden, damit eine Zustellung bis Heiligabend garantiert werden kann. Unterschiede gibt es bei der Uhrzeit: Bei DPD und Hermes lautet die Frist 12 Uhr mittags, beim DHL-Standardversand ist es 18 Uhr, während GLS den 21. Dezember als letztmöglichen Annahmetermin nennt. Grundsätzlich gilt aber: Bei Unsicherheit über das Lieferdatum vorab den Händler oder den Paketdienst kontaktieren und direkt nachfragen.

Das Verbraucherportal Posttip.de empfiehlt trotzdem, die genannten Fristen nicht auszureizen: Einerseits bilden sich in den Tagen vor Weihnachten lange Schlangen in den Paketshops, andererseits kann die Witterung für Verzögerungen bei der Lieferung sorgen.

Was muss ich hinsichtlich der Lieferzeiten im Ausland beachten?

Beim Online-Kauf in ausländischen Shops sollten einige Tage zusätzlich zur angegebenen Versandzeit eingerechnet und zudem auf die Zollbestimmungen geachtet werden. Soll das Geschenk auf jeden Fall bis Heiligabend ankommen, bieten viele Shops und Dienstleister für Spätentschlossene Express-Lieferungen an. In der Regel kostet dies einige Euro mehr als der reguläre Versand.

Wer Weihnachtspakete innerhalb der EU verschicken will, muss sich sputen: Bei den meisten Dienstleistern müssen die Päckchen und Pakete bis zum 18. Dezember (Freitag) abgegeben werden, damit eine pünktliche Lieferung bis zum Fest garantiert werden kann. Bei DPD können Pakete, die in deutsche Nachbarländer geschickt werden sollen, bis Montag (21. Dezember) aufgegeben werden.

Wie hoch sind die Versandkosten?

Preislich nehmen sich die Anbieter bei Sendungen im Inland nicht viel: Die Preise gehen bei allen Anbietern bei rund vier Euro los.

Wer Weihnachtsgeschenke ins EU-Ausland schickt, muss bei kleineren Sendungen (bis 2kg) mindestens 8,79 Euro zahlen. Bei Paketen gehen die Preise bei 12,50 Euro los.

Was ist, wenn ich zum Lieferzeitpunkt nicht zu Hause bin?

Damit der Bote mit den Geschenken nicht vergeblich an der Tür klingelt, können Pakete auch an alternative Zustelladressen geliefert werden. Eine Möglichkeit ist, Pakete direkt ins Büro oder den Paketshop neben der Arbeitsstelle liefern zu lassen, damit diese direkt mit nach Hause genommen werden können. Auf den Webseiten der Paketdienstleister kann meist über eine Karte der nächstgelegene Paketshop ermittelt werden – egal, ob in größeren Städten wie Kiel und Flensburg oder in ländlichen Gebieten.

Einige Paketdienste bieten zudem die Zustellung an einen Wunschnachbarn oder ein Abstell-Bestätigung für die Ablage der Pakete an einem vereinbarten Ort.

Welche Möglichkeiten habe ich, die Sendung nachzuverfolgen?

Um jederzeit den Status aller Bestellungen checken zu können, bieten viele Dienstleister eine Sendungsverfolgung an. Damit kann jeder einzelne Schritt des Paketversands online nachverfolgt werden. Empfänger bekommen so ein enggefasstes Zeitfenster genannt, in dem die Sendungen eintreffen.Mittlerweile gibt es sogar Paketdienstleister, bei denen die Empfänger die Sendung noch kurz vor der Zustellung online oder über eine App umleiten und an eine neue Lieferadresse schicken lassen können oder einen neuen Liefertag vereinbaren oder einen Paketshop als Empfangsadresse wählen können.

Sind die Waren versichert, wenn sie während des Versands beschädigt werden oder verloren gehen?

Je wertvoller die verschickten Sendungen sind, desto eher sollte auf einen entsprechenden Versicherungsschutz geachtet werden. Bei einigen Paketdienstleistern, etwa DPD, Hermes und GLS sind Pakete und ihr Inhalt automatisch versichert - je nach Anbieter gilt dies für einen Wert zwischen 500 und 750 Euro. Bei DHL sind Pakete nur bis zu 500 Euro Wert versichert.

Dennoch empfiehlt es sich, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Transportunternehmen zu lesen, denn bestimmte Güter sind von der Haftung ausgeschlossen. Dazu zählen in der Regel wertvoller Schmuck, Geld, Edelsteine oder lebende Tiere. Geht das Paket verloren, muss man den Schaden dann trotz Versicherung selbst tragen.

Welche Waren werden aus Sicherheitsgründen nicht geliefert?

Einige Produkte werden von den Unternehmen per se vom Versand ausgeschlossen, etwa Parfüm, da es als Gefahrgut gilt. Auch Nagellacke, Deo-Sprays und sogar Tischtennisbälle können in diese Kategorie fallen.

Grundsätzlich gilt: Im Zweifel den Paketdienst kontaktieren und direkt nachfragen.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Geschenke sollten ganz schlicht in einem grauen oder braunen Karton verpackt werden und nicht mit Kordeln, Bändern verziert oder losem Geschenkpapier umwickelt werden. Andernfalls könne es zu Problemen in den automatischen Sortieranlagen und Staus kommen. Aus dem gleichen Grund sollten sich auch keine alten Sticker oder Barcodes auf den Kartons befinden. 

Geschenke für Kinder sollten an die gesamte Familie adressiert werden, damit es bei einer möglichen Abholung im Paketshop zu keinen Problemen kommt - denn in den Paketshops gilt Ausweispflicht.

Außerdem sollte stets die jeweils kleinstmögliche Verpackungsgröße gewählt werden und Hohlräume idealerweise ausgepolstert werden. Schwere Gegenstände gehören im Paket immer nach unten.

 
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erstellt am 15.Dez.2015 | 13:40 Uhr

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