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Weihnachtsessen : Besser als ihr Ruf: So gesund sind Gänsebraten, Wild & Co.

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Aus der Onlineredaktion

Fettiges und deftiges Essen ist typisch für Weihnachten. Dabei muss die Schlemmerei gar nicht so ungesund sein und ein schlechtes Gewissen verursachen. Wir zeigen, warum sich Ihr Körper auf das Essen freuen kann.

Kiel | Ob Gänsebraten, Entenbrust oder Raclette - an den Weihnachtstagen wird in nahezu fast jedem deutschen Haushalt deftig und reichlich gegessen. Aber bloß nicht zu fettig und zu üppig - denn viele beschleicht schon im Vorfeld der Festtage die Sorge um überflüssige Pfunde auf den Hüften.

Doch das muss nicht sein, schließlich soll das Essen gerade an Weihnachten kein schlechtes Gewissen verursachen. „Das Wichtigste beim Essen ist, den Genuss und die Freude daran nicht zu verlieren“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Ines Heindl von der Universität Flensburg. „Es ist nicht entscheidend, was Sie zwischen Heiligabend und Silvester essen, sondern eher, was Sie zwischen Silvester und Heiligabend verzehren.“

Fleisch ist wichtiger Eiweiß-Lieferant

Ähnlich sieht dies André Jeschkeit von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) Kiel. „Wer sich in der Schlemmerzeit öfters mal einen vegetarischen Reduktionstag überwiegend mit Gemüse und Obst gönnt und sich auch während dieser Tage ausreichend bewegt - zum Beispiel bei Spaziergängen mit der Familie -, der hat gute Chancen, den Kalorien ein Schnippchen zu schlagen.“

Dabei muss auf Fisch oder Fleisch keineswegs verzichtet werden: Ob Wild-, Rinder-, Kalbs- oder Schweinebraten, Gans oder Ente ist reine Geschmackssache. „Fleisch ist grundsätzlich ein guter Lieferant von Eiweiß und anderen wertvollen Nährstoffen wie Eisen, Zink und B-Vitaminen, und damit wichtiger Bestandteil für einen gesunden, abwechslungsreichen Speisen- und Menüplan“, sagt Jeschkeit.

Gemüse-Beilagen enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe

Wild gehört zu den eiweißreichsten und gleichzeitig fettärmsten Fleischarten. Und selbst eine Gans hat noch mehr zu bieten als zu viel Fett: Gänsefleisch ist ein beachtlicher Lieferant des Mineralstoffs Magnesium. Das Gleiche gilt auch für den Entenbraten mit dem erfreulichen Unterschied, dass er nur gut die Hälfte an Fett einer Gans besitzt, dafür aber mehr Eiweiß enthält.

Wichtig für eine ausgewogene Ernährung während der genussreichen Tage sind auch die Beilagen. „Es müssen nicht unbedingt exotische Genüsse auf dem Teller landen, die Klassiker sind dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe ein Plus für den Weihnachtsschmaus“, sagt Jeschkeit. Ein Überblick:

Rotkohl

Rotkohl ist reich an Eisen, Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen und gilt daher als Radikalfänger. In Abhängigkeit vom Garverfahren hat er vergleichsweise wenig Kalorien, enthält aber viele Ballaststoffe. Er ist reich an Vitamin C.

Zu langes Kochen zerstört jedoch enthaltene Vitamine teilweise. Deshalb sollte man Rotkohl hin wieder auch als Rohkost zubereiten, etwa mit Äpfeln, Rosinen und blanchierten Zwiebeln.

Rosenkohl

Rosenkohl schmeckt sowohl gekocht wie auch als Salat und lässt sich hervorragend einfrieren. Rosenkohl enthält viele Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamin A, Vitamin B2 und Vitamin C. Wie anderen Kohlsorten wird auch Rosenkohl aufgrund seiner Inhaltsstoffe eine gesundheitliche Wirkung zugeschrieben. Wenn man die kleinen Kohlstrünke kreuzweise ca. 5 mm einritzt, gart der Rosenkohl schneller und die Nährstoffe bleiben besser erhalten.

Grünkohl

Grünkohl als typisches Wintergemüse enthält gegenüber anderen Kohlsorten das meiste Vitamin C. Er verträgt durchaus eine kürzere Garzeit und muss nicht traditionell weich gekocht werden. Das schont die wertvollen Inhaltsstoffe. Aber auch im Salat – kurz blanchiert – hat er mit kräftigen Aromen wie Schinken und Zwiebeln einen tollen und neuen Auftritt im Weihnachtsmenü.

Wirsing

Wirsing ist in der Küche sehr vielseitig verwendbar. Seine Blätter sind zart und brauchen nicht lange gekocht zu werden. Am besten dünstet man ihn in einem Dampfsieb im Topf, damit sein volles Aroma erhalten bleibt.

Wirsingkohl hat 31 Kilokalorien pro 100 g, enthält reichlich Senföle, viel Chlorophyll, doppelt so viel Eiweiß, neben Eisen und Phosphor, ferner Carotine sowie mehrere B-Vitamine. Mit etwas fettarmer Sahne, geriebener Muskatnuss und wenig Salz schmeckt er besonders gut.

Sauerkraut

Sauerkraut ist eine der bekanntesten deutschen Beilagen und wird durch Milchsäuregärung konserviert. Es ist reich an Milchsäure, Vitamin A, B, und Mineralstoffen und ein wichtiger heimischer Vitamin-C-Lieferant im Winter.

Sauerkraut ist sehr kalorienarm (etwa 19 kcal je 100 g) und fettlos. Wenn man es schonend erwärmt, enthält es mehr Vitamin C als im rohen Zustand. Allerdings wird das Vitamin durch zu langes Kochen wieder zerstört.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 21.Dez.2015 | 19:13 Uhr

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