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Nach Raubüberfall auf Spielhalle in Börnsen : Zwei Täter auf Chaos-Flucht entkommen der Polizei

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Mit einer Schusswaffe und einer Machete zwingen sie einen Autofahrer, sie mitzunehmen. Später rufen sie noch ein Taxi.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 13:45 Uhr

Geesthacht/Börnsen | Zwei bewaffnete und maskierte Männer haben am Sonntagabend eine Spielhalle in der Lauenburger Straße in Börnsen (Kreis Herzogtum Lauenburg) überfallen. Trotz einer Sofortfahndung mit Hubschrauber, Polizeihunden und mehreren Funkstreifenwagen entkamen die Täter unbekannt. Sie benutzten dazu einen Skoda, dessen Fahrer sie unter Waffengewalt zwangen, sie mitzunehmen.

Nach Angaben der Polizei betraten am Sonntagabend gegen 19.25 Uhr zwei maskierte Personen die Spielhalle und forderten von dem 75 Jahre alten Mitarbeiter unter dem Vorhalt von einer Pistole und einer Machete die Herausgabe von Bargeld. Um der Forderung offensichtlich Nachdruck zu verleihen, schlug ein Täter mit der Machete auf den Verkaufstresen. Durch den Mitarbeiter wurde danach eine geringe Menge Bargeld ausgehändigt.

Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen zunächst zu Fuß vom Tatort. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand würgte der Skoda-Fahrer nach kurzer Fahrt seinen Pkw ab, so dass die Täter ausstiegen. Auf der weiteren Flucht wollten diese sich in einem Wohnhaus verstecken, wo sie von einem Anwohner bemerkt wurden. Dieser wollte einen Tatverdächtigen festhalten, musste diesen aber loslassen, nachdem er vom anderen Tatverdächtigen mit Steinen beworfen worden war. Dabei wurde der Anwohner nicht getroffen.

Gegen 20.20 Uhr klingelten die Tatverdächtigen an einem Einfamilienhaus und baten den Bewohner, ihnen ein Taxi zu rufen. Mit diesem ließen sich die Tatverdächtigen zu einem Bahnhof nach Hamburg-Bergedorf fahren.

Da es zwischenzeitlich Hinweise gegeben hatte, dass die Täter in einen angrenzenden kleinen Wald geflüchtet sind, wurde dieser umstellt. Trotz des Einsatzes von Wärmebildkameras, Diensthunden und einem Polizeihubschrauber aus Mecklenburg-Vorpommern, konnten die Tatverdächtigen nicht mehr angetroffen werden. Durch die Tatverdächtigen wurden keine Personen verletzt.

Die Tatverdächtigen können wie folgt beschrieben werden:

Täter 1: Etwa 1,70 Meter groß, schlank, 18 bis 25 Jahre alt, kurze schwarze Haare, dunkler Pullover.

Täter 2: Etwa 1,75 Meter groß, schlank, 18 bis 25 Jahre alt, schwarze Haare, Bekleidung nicht näher bekannt.

Im Skoda wurde später eine Machete gefunden. Das Auto wurde zur Spurensicherung sichergestellt und von einem Abschlepper abgeholt. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge und Diensthundeführer aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg sowie ein Polizeihubschrauber aus Mecklenburg-Vorpommern, der Zentrale Kriminalpolizeiliche Dauerdienst aus Lübeck und die Kripo Geesthacht waren im Einsatz.

Ein Zusammenhang mit weiteren Raubüberfällen in der Region wird geprüft.

Die Polizei bittet Zeugen und Hinweisgeber sich unter Telefon 04152/80030 zu melden.

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