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Nordseeküste : Zehntausende Wildgänse zu Besuch in Schleswig-Holstein

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Aus der Onlineredaktion

An der Westküste können Vogelfreunde viele Nonnen-, Grau- und Ringelgänse beobachten - noch für einige Wochen.

Sankt Peter-Ording | Am Himmel über Schleswig-Holstein ist zur Zeit wieder einiges los: Zehntausende Wildgänse fliegen zum Teil in großen Schwärmen an der Nordseeküste. Viele machen hier nur einen längeren Zwischenstopp: Sie rasten auf ihrer Reise in die nördlichen Brutgebiete, um noch einmal die Energiereserven aufzufüllen. Oft treten die Vögel in großen Schwärmen auf, erklärt Hendrik Brunkhorst von der Nationalparkverwaltung. Ein Spaziergang kann sich für Naturfreunde besonders lohnen: Sie können laut Brunkhorst die Gänse auf beiden Seiten der Deiche und in den Salzwiesen beobachten.

Wildgänse sind Zugvögel. Auch in Zukunft wird der Klimawandel ihr Verhalten beeinflussen. Schon jetzt ist zu beobachten, dass die Wildgänse immer weiter im Norden überwintern.

Nonnengänse sind derzeit die häufigste Art. „Bunte, auffällige Vögel mit einer schönen Stimme“, sagt Brunckhorst. Diese Meeresgänse gibt es derzeit von der Wedeler Marsch bis hinauf zum Rickelsbüller Koog - also die gesamte Unterelbe und Nordseeküste entlang. Sie kommen in großer Zahl vor.

Die Nonnengänse werden sich ebenso wie Ringelgänse und Bleßgänse noch einige Wochen in der Region aufhalten, bevor sie in ihre arktischen Brutgebiete weiterziehen. „Die Graugänse sind die einzigen, die regelmäßig in größerer Zahl an der Westküste brüten“, sagt der Biologe. „Sie beginnen voraussichtlich in wenigen Tagen mit dem Brutgeschäft.“ Ihre Nester bauen sie an Seen, Weihern und Teichen auf kleinen Inseln oder im Röhricht. Die Graugans gilt als Stammmutter unserer Hausgänse.

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erstellt am 10.Mär.2016 | 10:05 Uhr

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