Wilster / Kleve : Wasserwerk: Schrittweise umschalten

Die Geschäftsführer Ludger Schneider (links) und Thomas Voß vor den  riesigen Filteranlagen im neuen Wasserwerk Kleve. Dort  können pro Jahr 1,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser aufbereitet werden. Foto: Schwarck
Die Geschäftsführer Ludger Schneider (links) und Thomas Voß vor den riesigen Filteranlagen im neuen Wasserwerk Kleve. Dort können pro Jahr 1,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser aufbereitet werden. Foto: Schwarck

Geschäftsführer sind mit Verlauf der Arbeiten im Neubau zufrieden / Pro Jahr werden 1,6 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert

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02. August 2012, 07:35 Uhr

Wilster/Kleve | Die jeweils zur Hälfte von den Stadtwerken Wilster und dem Wasserverband "Unteres Störgebiet" getragene Wasserwerk Kleve GmbH steht vor der Inbetriebnahme ihres Wasserwerk-Neubaus in Kleve. Über den Stand der Arbeiten informierten jetzt die beiden Geschäftsführer Ludger Schneider (Stadtwerke) und Thomas Voß (Wasserverband). Das Besondere an dem Neubau: Es handelt sich um eine komplett geschlossene Anlage, in der die Verdüsung des Wassers durch Oxydatoren ersetzt wird. Sie dienen dazu, sowohl Eisen als auch Mangan aus dem in Kleve geförderten Wasser herauszufiltern.

Die Trinkwasseraufbereitung des Wasserwerks über den Altbau in der Straße "Achtern Barg" gehört fast schon der Vergangenheit an. In unmittelbarer Nachbarschaft gegenüber dem Erdbeerhof Hadenfeldt ist ein Neubau errichtet worden, der im linken Teil die Pumpen- und Elektrotechnik mit einer Schaltwarte beherbergt, während im rechten Teil die Aufbereitungs- und Filteranlage untergebracht ist.

"Das Wasserwerk fördert pro Jahr 1,6 Millionen Kubikmeter Wasser", berichtete Thomas Voß. "Wir liegen damit weit unter der genehmigten Wasserentnahme von 2,1 Millionen Kubikmetern", ergänzte Ludger Schneider. Der Neubau ist allerdings so konzipiert, dass man problemlos eine dritte Aufbereitungsstraße hinzufügen kann. Damit ist der Betrieb nach Meinung der beiden Geschäftsführer für die Zukunft gerüstet. "Die erforderlichen Leitungen sind vorbereitet", sagte Thomas Voß. Das Wasserwerk Kleve versorgt die Stadt Wilster und über den Wasserverband auch die Gemeinden der Wilstermarsch mit Trinkwasser.

Die GmbH investiert rund 1,8 Millionen Euro in den Neubau - Kosten, die mittelfristig über den Wasserpreis finanziert werden müssen.

"Terminlich liegen wir gut im Rennen", so Thomas Voß. Schon in dieser Woche wurde das neue Wasserwerk zum Laufen gebracht. Bei dem Herausfiltern des Eisens aus dem Trinkwasser erwarten er und sein Kollege Ludger Schneider keine Schwierigkeiten, da es sich um einen rein mechanischen Prozess handele. Kaum zu beeinflussen sei allerdings die bakteriologische Entmanganisierung. Hier müsse man abwarten, wie sich die dafür arbeitenden Mikrobakterien entwickeln. Das könne vier Wochen, aber durchaus auch länger dauern. Die volle Inbetriebnahme sei deshalb erst möglich, wenn die Grenzwert der Trinkwasserverordnung eingehalten werden.

Erster Schritt ist jetzt die Umschaltung der Brunnen 1 bis 4 auf die neue Anlage. Der zweite Umschluss für die Brunnen 7 und 8 soll später folgen. Die Brunnen 5 und 6 werden nicht mehr betrieben. Gleichzeitig in Betrieb gehen wird dann ein rund vier Meter tiefes Betonspeicherbecken, in den das eisen- und manganhaltige Restwasser eingelassen werden soll. Dieses wird dann in regelmäßigen Abständen abgepumpt und entsorgt.

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