Umbauaufträge für die Werft

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11. Juli 2009, 03:59 Uhr

Wewelsfleth | Aufwärtstrend trotz Wirtschaftskrise bei der Peters Schiffbau in Wewelsfleth. Geschäftsführer Mark Dethlefs hat mitgeteilt, dass die Werft "gegen starken nationalen und internationalen Wettbewerb gleich zwei Umbauaufträge akquirieren" konnte.

Es handele sich dabei um die MS "Falkor", einem 1981 in Lübeck unter dem Namen "Seefalke" gebauten ehemaligen bundeseigenen Fischereischutzschiff, und die MY "Lone Ranger", eine 1973 für die Hamburger Reederei Bugsier als Schlepper mit dem Namen "Simson" gebauten und nach im Jahr 1994 erfolgtem Umbau und der Regie von Claus Kusch in Fahrt gekommene Privatyacht. Beide Schiffe seien jetzt parallel in den Reparaturdocks trocken gestellt.

Auftraggeber für die beiden bis zu einem Jahr dauernden, umfangreichen Umbauarbeiten ist eine in den USA ansässige private Stiftung, die durch einen renommierten Broker auf der Werft vertreten werde. Die 83 und 77 Meter langen Schiffe erhalten in den nächsten Monaten laut Dethlefs eine Generalüberholung der Antriebe, Ausrüstung und Einrichtung und werden nach Abschluss der Arbeiten als Forschungsschiffe international zum Einsatz kommen. "Klassifikationsgesellschaft für beide Umbauten ist der Germanische Lloyd."

Wie Mark Dethlefs weiter informiert, ist die Werft weiterhin an mehreren acht Neubauprojekten durch Bauentwurfsverträge mit internationalen Kunden beteiligt, deren Umsetzung in Neubauverträge zurzeit verhandelt wird.

"Auch für den erst kürzlich von der Reederei, trotz vertragskonformer Andienung durch die Werft, nicht abgenommenen Neubau MS "Euro Adventure" gibt es nach ersten gemeinsamen Gesprächen bei der HSH Nordbank und der Landesregierung durchaus positive Lösungsansätze für den Weiterverkauf oder die Infahrtsetzung des Containerschiffes."

An dem ebenfalls von der Reederei bestellten Neubau 679, bei dessen Kiellegung am 28. April dieses Jahres mit Reeder Ingolf Martens, Geschäftsführer der Global Hanseatic Shipping GmbH & Co. KG, werde "aufgrund offensichtlicher Finanzierungsprobleme des Kunden" nicht weiter gearbeitet.

Dethlefs betont abschließend: "Durch die beiden Umbauaufträge, weitere bereits zugesagte Reparaturaufträge für langjährige Stammkunden der Werft und die Bauentwurfsverträge im Megayachtneubau sehen die Geschäftsleitung und ihre Mitarbeiter eine durchaus positive Entwicklung des Standortes, um in der weltweiten Krise zu bestehen."

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