zur Navigation springen

Neu für Durstige : Trinkwassersäule an der Schleuse

vom

Einen Becher Wasser können Durstige künftig kostenlos zapfen / Schiffseigner können ihren Vorrat für einen Euro pro 100 Liter auffüllen

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 08:02 Uhr

Wilstermarsch | Einen besonderen Service erleben Spaziergänger und Radler ebenso wie Schiffseigner oder Kanuten an der Schleuse Kasenort. Direkt an der Wilsterau, am Rande des Parkplatzes vor dem Pavillon, kann nun jeder an einer Trinkwassersäule seinen Durst stillen. Initiator dieser Anlage, an der das kühle Nass in den - natürlich selbst mitgebrachten - Becher fließt, war der Vorsitzende des Fördervereins Wilster-Au und Schleuse, Reinhard Bunge. Damit stieß er bei Stadt Wilster, Amt Wilstermarsch und Wasserverband auf offene Ohren und bereitwillige Unterstützung.

Die Maßnahme, so Bürgermeister Walter Schulz bei der offiziellen Inbetriebnahme, kostete rund 10 000 Euro. Ein weiterer Schritt zur Attraktivitätssteigerung des Touristenmagnets Kasenorter Schleuse. Das Wasser zum Durstlöschen ist kostenfrei, die Schifffahrt, die ihren Trinkwasservorrat an Bord auffüllt und dazu größere Mengen entnimmt, zahlt einen Euro pro 100 Liter. "In solchen Mengen ist ein Obolus in Ordnung", meinte Schulz.

Um das Trinkwasser, das der Wasserverband Unteres Störgebiet aus dem neuen Wasserwerk Kleve befördert, zur Säule zu leiten, wurde neben dem Pavillon eine Rohrleitung an das Versorgungsnetz angeschlossen. Im Beisein von Bürgermeister Schulz, Amtsvorsteher Helmut Sievers, Verbandsvorsteher Norbert Graf, Fördervereinsvorsitzendem Reinhard Bunge und Roman Stöckmann, Leiter Technisches Bauamt, demonstrierte Schleusenwärter Viktor Stebner, wie die Wasserversorgung funktioniert. Steht der Hebel auf Rot, ist der Vorrat für einen kostenlosen Liter vorhanden. Über Gelb auf Grün gestellt, fließt das Wasser in den Becher. Dann muss der Hebel wieder auf Rot zurück gestellt werden, damit sich der Wasservorrat wieder füllt - nach drei Minuten ist der nächste Liter zapfbar. Schiffseigner können an den Auslauf einen Schlauch montieren, stecken im rückwärtigen Bereich das Geld für die größeren Wassermengen in die Säule. Dort befindet sich auch eine Bedienungsanleitung. Die Säule, so Roman Stöckmann, ist ganzjährig nutzbar. Dass die Tringwassersäule tatsächlich frostresistent ist, hat sie bereits bewiesen: Fertig gestellt worden war sie noch vor dem Wintereinbruch.

Bürgermeister Walter Schulz unterstrich, dass der Schleusenbereich immer stärker an Attraktivität gewinne, nicht zuletzt auch durch das Engagement des Fördervereins. Er dankte allen Unterstützern. Reinhard Bunge merkte an, dass das mit der Zapfsäule eine luxuriöse Variante gewählt wurde, deren Unterhaltung nicht so aufwendig sei. "Wir haben uns gesagt, wenn wir was machen, dann gleich etwas Vernünftiges", betonte er. Die Zapfstelle werde sicher auch Kosten verursachen, darum stehe es jedem frei, eine kleine Spende zu hinterlassen. "Man kann auch einen Euro reinstecken, ohne Wasser zu zapfen", so Bunge. Wer möchte, spendiere quasi den "Kasenorter Wassertaler", fügte Roman Stöckmann schmunzelnd hinzu.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen