St. Margarethen Schul-Hauptsitz oder nicht ?

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Noch Meinungsverschiedenheiten im Schulverband Wilstermarsch

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02. Dezember 2011, 08:16 Uhr

Wilstermarsch | Eigentlich waren sich die Mitglieder in der Schulverbandsversammlung des Schulverbandes Wilstermarsch einig: Die Grundschulen St. Margarethen und Wewelsfleth sollen zum 1. August nächsten Jahres zur neuen "Grundschule Wilstermarsch" zusammengelegt werden. Weil es aber noch Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, ob St. Margarethen oder Wewelsfleth Hauptsitz werden soll, kam es bei der Versammlung im Brokdorfer Hotel Sell zu keiner einstimmigen Entscheidung. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung gab es aber eine deutliche Mehrheit für den Hauptsitz in St. Margarethen, während es am Neben-Standort Wewelsfleth praktisch keine Veränderungen gibt. Dessen Schulleiterin Meike Dietzel hat sich nicht bereit erklärt, die Leitung der neuen gemeinsamen Grundschule zu übernehmen.

Damit ist jetzt Eile geboten. "Wir müssen die Schulleiterstelle bis zum 1. August 2012 neu besetzen", wies Wilsters Bürgermeister Walter Schulz als Schulverbandsvorsteher auf den Termindruck hin. Bis zum Jahresende müssten noch die restlichen Gemeindevertretungen ihr Okay geben, dann könnte die Schulleiterstelle im Januar ausgeschrieben werden. Sollte sich kein Bewerber finden, wäre noch eine zweite Ausschreibung erforderlich. Ohne Schulleiter liefe man Gefahr, dass das Land dann die Schließung beider Grundschulen in Wewelsfleth und St. Margarethen wegen sinkender Schülerzahlen anordnen könnte. Alle Grundschüler der Wilstermarsch müssten dann die Grundschule in Wilster besuchen.

Bei dem Trend rückläufiger Schülerzahlen könnten die Grundschulen in St. Margarethen und Wewelsfleth die jeweils geforderte Untergrenze von mindestens 80 Kindern unterschreiten. Deshalb hat sich die Zusammenlegung zur Grundschule Wilstermarsch mit dann etwa 140 Kindern als die derzeit beste Lösung erwiesen.

Wewelsfleths Bürgermeister Ingo Karstens steckte das Ziel ab: "Beide Grundschulen sollten zusammengelegt werden. Wir kommen um diese Lösung nicht herum, damit wir noch ein Mitspracherecht für die nächsten zehn bis 15 Jahre haben." Karstens brach aber eine Lanze für Wewelsfleth als Hauptsitz. Dafür sprächen die Größe der Gemeinde und die Tatsache, dass dort in den Nachmittagsstunden auch eine betreute Grundschule angeboten werde. St. Margarethens Bürgermeister Volker Bolten warnte davor, sich im Schulverband "gegenseitig den Schneid abkaufen" zu wollen und mahnte zur Geschlossenheit. Walter Schulz wies darauf hin, dass auch das Schulamt die jetzt angestrebte Lösung mit St. Margarethen als Haupt- und Wewelsfleth als Nebensitz als beste Lösung benannt habe. Er bedauerte, dass Meike Dietzel die Schulleitung nicht übernehmen wolle.

Ingo Karstens bat darum, über eine Festlegung des Hauptsitzes noch nicht zu entscheiden, zumal das letzte Wort ohnehin beim Schulamt liege. Der Leitende Verwaltungsbeamte Heiko Wiese hielt die Festlegung dennoch für erforderlich, da dieser bei der öffentlichen Stellenausschreibung benannt werden müsse. Brokdorfs Bürgermeister Werner Schultze sprach von St. Margarethen als der neueren Schule vom richtigen Standort für den Hauptsitz.

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