Russland gewährt Snowden Asyl

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02. August 2013, 03:59 Uhr

Moskau | Asyl für Edward Snowden (Foto): Der Ex-US-Geheimdienstexperte hat nach mehr als fünf Wochen den Moskauer Flughafen Scheremetjewo verlassen und darf ein Jahr in Russland bleiben. Der Antrag des 30-Jährigen auf vorläufiges Asyl sei genehmigt worden, sagte Snowdens russischer Anwalt Anatoli Kutscherena gestern. Snowden habe daraufhin den Flughafen gemeinsam mit Sarah Harrison von Wikileaks verlassen und halte sich an einem sicheren Ort auf. Er werde sich nun um ein Visum für Snowdens Vater kümmern, der seinen Sohn bald besuchen wolle, sagte Kutscherena. Die Ent hüllungsplattform Wikileaks bestätigte die Aussagen und dankte Moskau. "Wir haben die Schlacht gewonnen - jetzt kommt der Krieg."

Der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, nannte indes den Fall eine "ziemlich unbedeutende Angelegenheit", die sich nicht negativ auf die Beziehungen mit den USA auswirken werde.

Die USA suchen Snowden wegen Geheimnisverrats und fordern die Auslieferung. Das lehnt Russland ab. Kommentatoren in Moskau betonten, dass der Asylstatus eine Auslieferung verbiete.

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