Wewelsfleth : Peters-Werft: Auslastung bis Mitte 2014

Über die gute Perspektive der Werft freut sich mit Geschäftsführer Mark Dethlefs (li.) der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp. Foto: Rosenburg
Über die gute Perspektive der Werft freut sich mit Geschäftsführer Mark Dethlefs (li.) der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp. Foto: Rosenburg

Nach schwierigen Zeiten wieder gute Auftragslage

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04. Februar 2012, 09:16 Uhr

Wewelsfleth | "Wir haben eine schwere Zeit gehabt, aber wir haben die letzten drei Jahre gut überstanden", resümierte Mark Dethlefs, Geschäftsführer der Peters Schiffbau in Wewelsfleth. Er blickt für sein Unternehmen optimistisch in die Zukunft. "Wir haben eine Perspektive." Ein Neubau und Reparaturaufträge sichern eine gute Auslastung der 110 fest angestellten Mitarbeiter der Werft bis Mitte 2014. Dem zollte der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp bei einem Besuch auf der Werft großen Respekt. Arp informierte sich über die allgemeine Situation und insbesondere die Auftragslage der Werft. Er ist dort öfter zu Gast. "Herr Arp gehört zu den wenigen Landtagsabgeordneten, die uns regelmäßig - auch außerhalb der Wahlen - besuchen", betonte Mark Dethlefs. Er dankte Arp für "die Unterstützung unserer Werft". Das habe so manchen schweren, steinigen Weg geebnet. "Und das verbindet uns auch."

"Das, was wir hier erleben, ist die Stärke Deutschlands - der Mittelstand", unterstrich Hans-Jörn Arp. Als der Bau von Containerschiffen förmlich auf dem Trockenen lag, habe Peters Schiffbau Alternativen gesucht. Mark Dethlefs habe mit seinen Mitarbeitern eine Nische aufgetan: der Mega-Yacht-Bau.

Auf der Werft wird derzeit am gesamten Leistungsspektrum des Unternehmens in den Bereichen Neubau, Umbau und Reparatur gearbeitet. Nach einer Umbauzeit von drei Jahren wird das Forschungsschiff "Falkor" (Länge 82 Meter, Breite 13 Meter) - nach Probefahrt und Taufe - Ende März an den Eigner übergeben, um dann in der weltweiten Meeresforschung eingesetzt zu werden. Das Schiff wird nach aktuellem Stand der Technik ausgerüstet. Dethlefs: "Ein Projekt, an dem man wächst." Seine Mitarbeiter wurden zu Forschungsschiff-Spezialisten. Die "Falkor" ist ausgestattet für 18 Personen Besatzung und 24 Techniker und Wissenschaftler.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde die Mega-Yacht "Tatoosh" - 94,42 Meter lang und 14,95 Meter breit - nach vierteljährlicher Umbauzeit und erfolgreicher Probefahrt auf der Nordsee an den Eigner übergeben. Im Herbst war es zudem gelungen, den Vertrag für den Neubau einer 101-Meter-Mega-Yacht abzuschließen. Auch hier wird wie in der Branche üblich über den Auftraggeber geschwiegen. Außerdem laufen zurzeit diverse Reparaturaufträge, Instandsetzungs- und Klasse-Arbeiten an Fähren, Bagger- und Handelsschiffen.

Was der Werft nach wie vor zugute kommt, ist die fachlich qualifizierte Ausbildung - selbst in schwieriger Situation. Seit vielen Jahren beträgt der Anteil der Werft-Auszubildenden über zehn Prozent der Belegschaft. Zurzeit werden 14 junge Menschen in fünf verschiedenen Berufsfeldern ausgebildet.

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