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Ortsentwässerung: Gemeinde will Generalplan zurückziehen

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erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

St. Margarethen | Die Gemeindevertretung St. Margarethen will ihren Genehmigungsantrag für einen Generalentwässerungsplan zurückziehen und künftig die notwendigen Genehmigungen einzeln je nach Baufortschritt einholen. "Wir wollen aus unseren Erfahrungen lernen und diese in künftige Entscheidungen einfließen lassen", sagte Gemeindevertreter Hans-Siem Krey (Foto) im jüngsten Gemeinderat. Ansonsten wäre man auf Jahre hinaus an den genehmigten Generalentwässerungsplan gebunden.

Eine solche Einzelgenehmigung soll jetzt auch für einen Entlastungsgraben und für ein zusätzlich verlegtes Rohr beantragt werden - eine Maßnahme, die rund 20000 Euro gekostet hat. Damit will die Gemeinde Entwässerungsprobleme in der Kirchducht, die vornehmlich bei Starkregen auftraten, in den Griff bekommen. Als Anwohner zog der Zuhörer Reimer Rohwedder das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Arbeiten in Zweifel. Zudem befürchtet er eine Absenkung des Grundwasserspiegels, was zu Schäden an Gebäuden führen könnte.

Unterdessen gehen die Arbeiten für den nächsten Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten an der Ortsentwässerung weiter. Im Zuge dieser Arbeiten steht der Abbruch der bisherigen Brücke über den Nortorf-Neuhafener-Kanal nahe des Silos unmittelbar bevor. "Die Brücke soll am 21. Mai abgerissen werden", kündigte Bürgermeister Volker Bolten an. Die Brücke hat keine Bedeutung mehr, da der Kanal keine Verbindung mehr zur Elbe hat und sein Wasser inzwischen an den Bütteler Kanal abgibt. Künftig gibt es nur noch ein Entwässerungsrohr unter der neu aufzubauenden Fahrbahn. Die Kosten dieser Maßnahme trägt der Kreis Steinburg.

"Die Arbeiten werden vermutlich fünf Wochen lang dauern", so Bolten. Für die Fußgänger soll für diese Zeit eine Behelfsbrücke gebaut werden. Die Straße zwischen St. Margarethen und Büttel ist für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt; er wird über Stuven und den Holstendamm umgeleitet. Für Einsatzfahrzeuge wird die Notzufahrt über die Hafenstraße und hinter dem Silo vorbei auf die nächste Deichüberfahrt geöffnet.

Aus dem Wege- und Umweltausschuss teilte Peter Alpen mit, dass bei der neuen Asphaltdecke vom Silo bis nach Büttel die Straßeneinläufe an der K 63 auf Kosten der Gemeinde erneuert werden müssten. "Dafür fallen 700 bis 800 Euro pro Einlauf an." Spurbahn-Probleme durch schwerer und breiter werdende landwirtschaftliche Fahrzeuge sollen Thema eines Gesprächs werden, zu dem die Gemeinde die Landwirte im Juli einladen wolle, kündigte Alpen an.

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