Brückenneubau : Neue Brücke kostet rund 280.000 Euro

Der Bauausschuss befasst sich mit Firmen-Angeboten für den Bau der Brücke. Im Haushalt sind dafür rund 180.000 Euro veranschlagt.

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26. Februar 2013, 08:03 Uhr

Wilster | Der Bauausschuss unter dem Vorsitz von Hans-Hermann Lindemann hat sich mehrheitlich entschieden, den Auftrag für den Neubau der Brücke über die Bahngleise am Schulzentrum an ein Hamburger Unternehmen zu vergeben. Entsprechend empfahlen die Mitglieder der Ratsversammlung, den Auftrag an die Firma Holst für 280.918 Euro zu vergeben.
Zuvor hatte Roman Stöckmann, technischer Leiter des Bauamtes, über das Auftragsvergabeverfahren berichtet. Im Vorfeld der Ausschreibung hatte das damit beauftragte Planungsbüro acht Fach-Firmen angerufen und dazu befragt, ob sie den Brückenneubau generell übernehmen würden. Alle sagten zu und erhielten entsprechende Anschreiben, um Angebote abzugeben. Doch dann erfolgte quasi eine Absage nach der anderen. Bis kurz vor Ende der Frist, quasi in letzter Minute, waren dann lediglich noch drei Angebote übrig geblieben.
"Für uns geht es bei dem Brückenbau um eine Menge Geld", so Stöckmann. Im Haushalt sind dafür rund 180.000 Euro veranschlagt. Doch der Bausektor biete zurzeit lukrativere Angebote für die Unternehmen. Daher die relativ geringe Resonanz. Die drei Firmen, die ihre Angebote abgaben, lagen im Preisniveau weit auseinander. Die Hamburger Firma war der günstigste Anbieter - allerdings immer noch weitaus teurer als erwartet.
Warum der Neubau um knapp 100.000 Euro über der Kostenschätzung liegt, begründete Roman Stöckmann mit den Begleitmaßnahmen. Die Brücke selbst sei sicher nicht das Problem. Vielmehr die Baustellenzuwegung und die Sicherung der Anlagen. Denn die Bodenverhältnisse in der Marschenstadt erschweren die Arbeiten. Der Kran müsse besonders gestützt werden, um die Brückenlast zu heben und dabei nicht wegzusacken. Der Mehraufwand verursacht die Teuerung.
Carsten Schröder (SPD) merkte an, ob man sich angesichts dessen nicht doch für eine andere Brücke entscheiden sollte. Die Meinung teilten die anderen Bauausschussmitglieder nicht. Mark Dethlefs (CDU) wies darauf hin, dass diese Brücke als vorgezogene Maßnahme aus dem Städtebauförderprogramm gefördert werde. Und Hans-Hermann Lindemann (CDU) fügte hinzu, dass über die Art der Brücke in der Vergangenheit schon lange diskutiert worden sei. Die Entscheidung für Stahlbeton sei die beste - und dauerhaftere - Lösung für das Brückenproblem.
Bei der Abstimmung über den Auftrag für den Neubau sprachen sich sechs Ausschussmitglieder dafür und einer dagegen aus.

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