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Wilstersche Zeitung

24. September 2017 | 03:40 Uhr

Gemeindepolitik : Neubaugebiet mit 28 Plätzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bauausschuss in Brokdorf sieht Potenzial für die Ortsentwicklung und einigt sich darauf, 2,5 Hektar Fläche als Bauland auf den Weg zu bringen.

Zu lebhaften Diskussionen unter den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses führte am Donnerstagabend die Überlegung, ein weiteres Neubaugebiet in der Gemeinde auszuweisen. Bereits im November des vergangenen Jahres war die Amtsverwaltung mit der Prüfung möglicher Flächen beauftragt worden. Gleich vier Varianten stellte die Verwaltung der Gemeinde jetzt vor.

Bevor jedoch über die unterschiedlichen Möglichkeiten gesprochen wurde, stellte Armin Meyer (WGB) die Grundsatzfrage der Notwendigkeit einer weiteren Ausweisung. „Wir haben viele Ausgaben, fahren jährlich einen Verlust von einer Million Euro ein, ist es da wirklich notwendig noch zusätzlich Geld in die Hand zu nehmen, um ein Wohnbaugebiet auszuweisen, das uns eigentlich kein Geld einbringt? Außerdem, wissen wir überhaupt, ob wir es loswerden?“, wollte Meyer von den anwesenden Ausschussmitgliedern wissen.

Jörg Schmidt (CDU) wies darauf hin, dass es in Brokdorf nahezu keine Häuserleerstände gibt. „Die Häuser, die zu verkaufen waren, waren immer sehr schnell weg“, so der Ausschussvorsitzende, der diese Umstände dahin gehend deutete, das Brokdorf durchaus ein beliebter Wohnraum sei.

Sowohl Gero Kleis (SPD) als auch Thorsten Block (CDU) waren sich einig, dass die Gemeinde den Anspruch haben sollte, sich weiterzuentwickeln und insbesondere jungen Familien die Möglichkeit einräumen sollte, sich in der Gemeinde ein Eigenheim zu errichten. In den vergangenen 30 Jahren wurden in Brokdorf vier Neubaugebiete ausgewiesen. „Alle Bauplätze waren schnell vergeben“, unterstrich Schmidt.

Einstimmig entschieden sich die Ausschussmitglieder am Ende für die Ausweisung einer Baufläche. Ebenso schnell einigten sie sich auf die zweite der vorgeschlagenen Varianten der Verwaltung. Dabei handelt es sich um eine rund 2,5 Hektar große Fläche, die bereits im Eigentum der Gemeinde ist. Diese liegt an der Brokdorfer Hauptwettern, nordwestliche der Sportanlage. Der zum Erreichen der Fläche notwendige Brückenbau sei bereits seit Jahren genehmigt. Vorteilhaft ist auch die Erweiterungsmöglichkeit, für den Fall, dass alle 28 Plätze irgendwann vergeben sind.

Variante 1 schied gleich aus, da das Land westlich der Straße Dörferdeich zum einen nicht der Gemeinde gehört zum anderen auf den Ländereien eine Müllgrube gewesen sein soll. Die dritte Variante scheiterte an der Nähe zur Eissporthalle und dem angrenzenden Gewerbegebiet. Der ungünstige Flächenzuschnitt, die geringe Fläche und die Besitzverhältnisse sprachen gegen die 4. Variante.


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