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Wilstersche Zeitung

18. Dezember 2017 | 10:03 Uhr

Mit Volldampf in die Ausbildung

vom

Gemeinschaftsschule lud Handwerkskammer und ehemalige Schüler für Infoveranstaltung zu Berufschancen im Handwerk ein

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wilster | "Mit Volldampf in die Ausbildung" - unter diesem Motto bot die Gemeinschaftsschule Wilster ihren Schülern der 7. bis 9. Klassen einmal mehr ein Informationsprojekt für berufliche Perspektiven. Dieses zusätzliche Angebot zur Berufsmesse alle zwei Jahre sollte deutlich machen, dass auch heute noch ein guter Hauptschulabschluss bessere berufliche Voraussetzungen biete als schlechte Real- oder Gymnasialabschlüsse, so der stellvertretende Schulleiter Diethelm Bogner.

Vor diesem Hintergrund gab die Schule am Dienstagabend Schülern und Eltern die Möglichkeit, mit Auszubildenden verschiedener Handwerksberufe aus der Region in Kontakt zu kommen. Ehemalige Schüler, die aus der Praxis heraus ihre beruflichen Erfahrungen vermittelten - und ihre schulischen. So wie Industrie-Kaufmann Yorrick Evers, der in Wilster seinen Hauptschulabschluss machte und inzwischen durch Hochschulbesuch auf dem Weg zum Facharbeiter sei, wie Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz hervorhob. Zudem informierte Christian Werft von Handwerkskammer Flensburg unter dem Titel "Handwerk ist mehr!". Das Angebot lockte zahlreiche Eltern und Jugendliche. Eine Resonanz, über die sich Marlis Krumm-Voeltz ausgesprochen freute.

Mit großem Interesse verfolgten die Besucher zunächst die Ausführungen Christian Werfts, der mit dem Film "Was wäre das Leben ohne Handwerk?" deutlich machte, welche große Rolle das Handwerk in der Gesellschaft spielt - und wo diese ohne das Handwerk landen würde: zurück in der Steinzeit.

Entsprechend warb er mit der Attraktivität der über 150 Handwerksberufe und den Karrieremöglichkeiten, die sich böten. Auch mit einem pekuniären Vorurteil räumte er auf: Ein junger Tischlermeister liegt demnach mit seinem Gehalt sogar über dem eines jungen Anwalts und gleicht dem eines jungen Klinikarztes.

Anschaulich präsentierte er die einzelnen Berufssparten im Handwerksbereich und die dabei möglichen Aufstiegschancen: Nach der Ausbildung könne er oder sie als Geselle berufsbezogene Fortbildung absolvieren und es bis zum Meister in seinem Handwerk bringen. "Das geht in Vollzeit in weniger als einem Jahr", so Werft.

Wer weiter will, kann darauf noch den Betriebswirt satteln. "Werde Meister, geh zur Uni oder sei einfach dein eigener Chef." Mit dem Meisterbrief in der Hand sei man vom Leistungsniveau her dem Abiturienten gleichgestellt. Auch das mache deutlich, dass ein guter Hauptschulabschluss keine Sackgasse darstelle.

Vor allem regte Christian Werft die Schüler dazu an, übers Praktikum in die Vielzahl der Berufsfelder hineinzuschnuppern und ermutigte sie, ihre Interessen zum Beruf zu machen. Und er bot an, bei Bedarf auch zu weiteren Beratungen in die Klassen der Gemeinschaftsschule zu kommen.

Im Anschluss machten viele der Schüler und Eltern noch Gebrauch von der Möglichkeit, mit den Auszubildenden Dominik Lipowski, Jasmin Claußen (beide Einzelhandelskaufleute), Malin Waage (Elektronikerin), Tjark Blum (Industriemechaniker), Korvin Hinz (Zerspanungsmechaniker), Kevin von der Reith (Bäcker), Sina Waage (Mechatronikerin, Yorrick Evers (Industrie-Kaufmann), Suna Voltelen und Jonas Stüdemann (beide Krankenpflegeschule) ins Gespräch zu kommen.

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