Inge Krüger wird Seniorenzentrum leiten

Personalwechsel (von links): Peter Labendowicz, Inge Krüger, Renate Gromke und Rolf Schamerowski. Foto: Rosenburg
Personalwechsel (von links): Peter Labendowicz, Inge Krüger, Renate Gromke und Rolf Schamerowski. Foto: Rosenburg

Personalwechsel beim DRK - Neuer Kreisgeschäftsführer ist Peter Labendowicz.

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08. Januar 2009, 10:22 Uhr

Wilster | Zwei bedeutende Personalwechsel verkündete der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Rolf Schamerowski: Der Wilsteraner Peter Labendowicz ist seit Wochenbeginn Kreis-Geschäftsführer des Roten Kreuzes, und Inge Krüger aus Schenefeld wird am 1. März neue Einrichtungsleiterin des DRK-Seniorenzentrums in der Marschenstadt.

Da Renate Gromke Ende Februar in den Ruhestand geht, musste sich das DRK auf Nachfolgersuche für ihre Ämter als Leiterin des Seniorenzentrums und als Teamleiterin machen, Renate Gromke hatte seit dem Weggang von Hans-Dieter Helms die Aufgaben der Geschäftsführerin übernommen. Sie sei ein ausgesprochen dynamischer Mensch, "ihre Verdienste für den Kreisverband sind ganz enorm", betonte Schamerowski. Am 27. Februar wird Renate Gromke in den Ruhestand verabschiedet. Bis dahin steht ihr bereits Inge Krüger zur Seite, um sich als künftige Einrichtungsleiterin einzuarbeiten. Inge Krüger gehört der DRK-Schwesternschaft an - und bleibt weiter deren Mitglied, unterliegt aber künftig der Dienstaufsicht des Kreisverbandes. "Eine besondere vertragliche Situation", erklärte Rolf Schamerowski, der als ehrenamtlich tätiger Kreisvorsitzender das Ziel verfolgt, die Zusammenarbeit der Schwesternschaft und des Kreisverbandes zu intensivieren. Inge Krüger verfüge über ein hohes Maß an Berufserfahrung, bescheinigte der Kreisvorsitzende der künftigen Leiterin des Seniorenzentrums. Die 53-Jährige hat Anfang der 70er Jahre als "Streifenhörnchen" im Pflegedienst gearbeitet und sich damit ihre erste Berufsausbildung verdient, erzählte sie. Mit 38 Jahren habe sie in Itzehoe auf Krankenschwester umgeschult und sei durch die Ausbildung in die DRK-Schwesternschaft gekommen "und ihr treu geblieben". Nach dem Examen 1996 habe sie schnell Leitungsverantwortung übernommen - in der Geriatrie und der Gynäkologie im Krankenhaus Itzehoe. 2006 wechselte sie von der Krankenpflege zur stationären Altenpflege, erhielt die stellvertretende Pflegedienstleitung im Haus am Bornbusch in Oelixdorf, das die Schwesternschaft übernommen hatte. Nach dem Umzug der Bewohner ins Claire-Schmidt-Seniorenzentrum Itzehoe hat sie "bis jetzt" die Wohnbereichsleitung für Afrika im 1. Stockwerk und die stellvertretende Pflegedienstleitung inne gehabt. Zudem habe sie sich ständig weitergebildet. Nun wolle sie die Zeit bis Ende Februar nutzen, um Betrieb, Bewohner, Mitarbeiter und das Umfeld des Wilsteraner Seniorenzentrums kennen zu lernen. "Wichtig sind mir auch die ehrenamtlichen Kräfte", fügte sie hinzu. "Ich will mich dafür einsetzen, dass die wunderbare Arbeit hier weiter geleistet werden kann. Das ist mein Ziel", unterstrich sie.

Zurzeit leben 94 Bewohner im Seniorenzentrum, 70 Mitarbeiter beschäftigt das DRK dort. Und Rolf Schamerowski ist überzeugt: "Frau Krüger ist für das Amt geeignet, das nicht einfach ist. Man darf diese Arbeit nicht unterschätzen."

Ebenso wenig wie die des Kreisgeschäftsführers. Peter Labendowicz sei angesichts seines beruflichen Werdegangs ein "Glücksfall", sei das Berufsbild des Geschäftsführers beim DRK doch durch besondere Vielfalt geprägt. Der 52-Jährige lebt seit 15 Jahren in Wilster, war zwölf Jahre lang Verwaltungschef der Marschenstadt. Dann entschloss er sich aus politischen Gründen, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen. Ursprünglich habe er sich woanders als Bürgermeister bewerben wollen, "doch die Familie wollte nicht". So orientierte er sich beruflich anders, war beratend für eine IT-Firma in Schleswig-Holstein tätig. Der Beratervertrag, der einmal verlängert worden war, werde jetzt auslaufen. Labendowicz, der seit 27 Jahren auch Mitglied im DRK ist, freut sich auf die neue Aufgabe. Er wünsche sich eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, "ich bin auf sie angewiesen". Und auch mit der Schwesternschaft würde er gerne enger kooperieren wollen. "Schließlich haben wir ein gemeinsames Label", ergänzte er mit Blick auf das Rote Kreuz. Er hat sich vorgenommen, "den Kreisverband nicht nur zu führen, sondern erfolgreich in die Zukunft zu bringen".

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