Wilster

: Genossenschaft schreibt weiter schwarze Zahlen

Sühl
1 von 2
Sühl

Wohnungsmarkt hat sich deutlich entspannt

Avatar_shz von
28. Mai 2011, 11:02 Uhr

Wilster | "Wir schreiben weiter schwarze Zahlen, und zwar zum zweiten Mal in Folge bessere als in den Vorjahren." Überaus zufrieden zeigte sich der Vorstandschef der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Wilster (GeWoBau), Horst Gertz, mit dem Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2010, das er auf der Mitgliederversammlung der Genossenschaft vortrug. Den Jahresgewinn konnte die GeWoBau gegenüber 2009 auf gut 44 500 Euro nahezu verdoppeln. Die Genossenschaft schüttet daraus nicht nur fünf Prozent Dividende auf die Geschäftsanteile aus, sondern steigerte auch ihr Eigenkapital auf über 1,93 Millionen Euro. "Die Quote von 54,2 Prozent an der Bilanzsumme dürfte landesweit wohl einmalig sein."

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Eggert Sühl, stellte zu Beginn das neue Vorstandsmitglied Fred-Uwe Lübbert vor, der seit Jahresbeginn als Nachfolger von Hermann Behr in den Vorstand berufen worden war. Behr hatte sein Amt aus Altersgründen aufgegeben.

Wie Horst Gertz in seinem Jahresbericht mitteilte, hat sich die Zahl der Mitglieder um sieben auf 148 erhöht. Die Genossenschaft, die seit Jahren keine Neubauten mehr errichtet hat, sondern sich auf Sanierungen und Reparaturen beschränkt, besitzt unverändert 17 Häuser mit 112 Wohnungen und einem eigengenutzten Büro mit einer Gesamt-Wohn- und Nutzfläche von 6347 Quadratmetern. Außerdem verfügt sie über 15 Garagen, 21 Carports, 21 Geräteschuppen und 29 Stellplätze. "Der Gesamtbuchwert unserer Anlagen beträgt rund 3,2 Millionen Euro", bilanzierte der Vorstandsvorsitzende. Die Bilanzsumme wird mit 3,57 Millionen Euro ausgewiesen.

"Die Vermietung frei werdender Wohnungen hat uns im Jahr 2010 keine Probleme mehr bereitet", verwies Horst Gertz auf eine erfreuliche Entwicklung. Angesichts von zwei freien Wohnungen, die gegenwärtig renoviert werden, sprach er sogar von einer Vollvermietung des Wohnungsbestandes. "Die im vorigen Jahr prognostizierte Entspannung hat sich bestätigt", sagte Gertz.

Für die Erhaltung ihres Hausbesitzes hat die GeWoBau im vergangenen Jahr 118 000 Euro aufgewendet. Auch in den kommenden Jahren erwarte die Genossenschaft kontinuierlich Überschüsse, die ausreichen werden, das Sanierungsprogramm fortzusetzen und alle Häuser in einem guten Zustand zu halten. Horst Gertz: "Auf Grund der außerordentlich guten Eigenkapitalausstattung und des sehr guten Zustandes unserer Wohnungen sehen wir weiterhin keinerlei Risiken, die den Bestand des Unternehmens zu irgend einem Zeitpunkt gefährden könnten." Gertz schränkte allerdings ein, dass Neubauten nicht geplant seien, "da wir den Wohnungsmarkt trotz der allgemein zu beobachtenden Verbesserung der Vermietungssituation mittelfristig weiterhin skeptisch sehen."

Nach Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stand turnusmäßig eine Wahl zum Aufsichtsrat an. Hier wurde Klaus-Peter Thomsen einstimmig in seinem Amt bestätigt. Neben ihm und dem Vorsitzenden Eggert Sühl gehören Hendrik Gertz, Günter Horstmann und Thies Wilckens dem Aufsichtsrat an.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen