Generationswechsel im Seniorenrat

Bürgermeister Walter Schulz (links) verabschiedete die langjährigen Beiratsmitglieder Marlies Struve, Ludger Kockmeyer (rechts) und Ludwig Resthöft. Foto: Schwarck
Bürgermeister Walter Schulz (links) verabschiedete die langjährigen Beiratsmitglieder Marlies Struve, Ludger Kockmeyer (rechts) und Ludwig Resthöft. Foto: Schwarck

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07. Januar 2011, 09:32 Uhr

Wilster | Ein Generationswechsel ist im Seniorenbeirat der Stadt Wilster vollzogen worden. Mit Ludger Kockmeyer und Ludwig Resthöft sind zwei Männer auf eigenen Wunsch ausgeschieden, die Mitbegründer der Seniorenvertretung in der Marschenstadt gewesen waren und diesem Gremium seit 13 Jahren angehörten. Mit ihnen schied auch Marlies Struve nach neunjähriger Mitarbeit aus. Alle drei wurden von Bürgermeister Walter Schulz mit einem Dank und einem Blumenstrauß verabschiedet. Seinem Dank schloss sich Beiratsmitglied Hans-Joachim Post an und übergab Geschenke an die bisherigen Weggefährten.

Der Seniorenbeirat, so betonte Post, habe sich in der Vergangenheit bei viele Aktivitäten bewiesen und sich nicht nur mit seniorenrelevanten Themen befasst. "Auch alle anderen haben davon profitiert", meinte Hans-Joachim Post. Er sieht "neue Probleme auf uns zukommen" und bezog sich damit auf neue Eckpunkte des Innenministeriums zur Weiterentwicklung des kommunalen Verfassungsrechts. Die Landesregierung stelle die Beiräte ebenso in Frage wie die Kinder- und Jugendparlamente und Gleichstellungsbeauftragten.

Die Verabschiedung der "Ehemaligen" bildete den Auftakt zur konstituierenden Sitzung des neuen Seniorenbeirats, an dessen Spitze einstimmig Jochen Meiforth als Vorsitzender, Klaus Röhlig als stellvertretender Vorsitzender und Hans-Joachim Post als Schriftführer gewählt wurden. Beisitzer im fünfköpfigen Seniorenbeirat sind Sabine Friedrichs und Günter Beimgraben.

Bürgermeister Schulz, der die Sitzung leitete, wünschte sich weiterhin offene Diskussionen mit dem Seniorenbeirat, die auch zukünftig bei manchmal gegensätzlichen Auffassungen zu positiven Entscheidungen führen werden. "Wir wollen das Beste für unsere Senioren erreichen." Er freute sich, dass die Stadt wieder einen guten Seniorenbeirat bekommen habe.

Ludger Kockmeyer nahm trotz seiner persönlichen Entscheidung für den Rückzug wehmütig Abschied aus dem Seniorenbeirat. Gemeinsam mit Ludwig Resthöft als "Väter des Seniorenbeirats" und Motor für die Gründung des Kreisseniorenrates äußerte Kockmeyer den Wunsch, dass sich auch das neue Gremium positiv weiter entwickeln möge. "Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt der Gruppe war wunderbar", stellte der scheidende Vorsitzende heraus. "Ich habe mich nie als Vorsitzender gefühlt. Der Beirat war eine Wir-Gemeinschaft."

Ebenso freute sich Ludwig Resthöft, "dass wir alle eine gemeinsame Linie gefunden haben". Er erinnerte an die Anfänge der Beiratsarbeit vor 13 Jahren. Erste große Aktion sei eine Befragung der Bürger gewesen, welche Wünsche sie an die Stadt richten wollten. "Es gab eine große Resonanz. Darauf haben wir aufgebaut."

Der bisherige Vorsitzende Ludger Kockmeyer nannte Höhepunkte der erfolgreichen Arbeit des Seniorenbeirats. "Dass wir das DRK-Seniorenzentrum nach Wilster bekommen haben, können wir auf unsere Fahnen schreiben." Hans-Joachim Post verwies vor allem auf den Einsatz der ehemaligen Mitstreiterin Annemarte Schöne. Der Seniorenbeirat hatte sich auch dafür eingesetzt, dass der Wochenmarkt nicht an die Kirche verlegt wurde. Zwei Seniorennachmittage im Colosseum und Gesundheitsmessen gehen ebenfalls auf das Konto der erfolgreichen Beiratsarbeit. Das Gremium sorgte dafür, dass mehr Ruhebänke im Stadtgebiet aufgestellt und zwei Fußgängerampeln beim WEZ und am Klosterhof eingerichtet wurden. Jüngster Erfolg sei das Projekt "Aktiv im Alter", bei dem der Seniorenbeirat in Zusammenarbeit mit Hans-Werner Speerforck und Anke Rohwedder aus dem Amt Wilstermarsch eine bundesweit herausragende Position eingenommen habe. Viele weitere Kleinigkeiten haben die Arbeit des Seniorenbeirats in den letzten 13 Jahren abgerundet. "Und es gibt noch so viele Aufgaben", unterstrich Ludger Kockmeyer die Notwendigkeit für den Fortbestand des Seniorenbeirats. Sein Nachfolger Jochen Meiforth zeigte sich mit der neuen Zusammensetzung des Seniorenbeirats überzeugt, "dass wir den Umbruch schaffen werden". Hans-Joachim Post rief dazu auf, die regelmäßigen Sprechstunden des Seniorenbeirats zu nutzen. Sie finden nicht mehr dienstags, sondern immer am ersten Mittwoch eines Monats von 10 bis 12 Uhr im Büro am Baumplatz, Burger Straße 28, statt.

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