Endstation Rathausstraße

Ende seines Ausfluges: Im Stadtgebiet konnte der Rothirsch von Tierarzt Dr. Hans-Otto Hasche betäubt werden.
Ende seines Ausfluges: Im Stadtgebiet konnte der Rothirsch von Tierarzt Dr. Hans-Otto Hasche betäubt werden.

Ein junger Rothirsch verirrte sich nach Wilster und hielt Tierarzt, Polizei und Jäger auf Trab

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13. Oktober 2011, 06:58 Uhr

Wilster | Ein aufgeregter Anruf erreichte die Polizei Wilster am Dienstagmittag: Im Stadtgebiet sei ein Elch beobachtet worden, der sich von der Straße "An der Au" in Richtung "Am Fleet" bewegte, meldete der Anrufer. Die Polizei konnte das Tier gemeinsam mit den beiden Jägern Dieter Bodenstedt und Delf Bolten in einem engen Verbindungsgang zwischen den Häusern von Klaus Schröder und Annemarthe Schöne an der Rathausstraße aufspüren.

Doch beim näheren Hinsehen entpuppte sich der vermeintliche Elch als ein- bis zweijähriger Rothirsch.

Der zu Hilfe gerufene Tierarzt Dr. Hans-Otto Hasche aus Nortorf konnte den Hirsch unter Einsatz eines Betäubungsgewehrs außer Gefecht setzen. Sönke Harder aus Bischof transportierte das Tier zur Geest, wo es wieder in die Freiheit entlassen wurde. Nach Aussage der Jäger zählt ein Rothirsch in der Wilstermarsch nicht zum heimischen Wild. Dennoch war der Rothirsch in den letzten Wochen mehrfach in den Revieren Wewelsfleth und Beidenfleth beobachtet worden. Hier hielt er sich vornehmlich in den hoch gewachsenen Maisfeldern auf. Nach dem Abernten der Felder war er dort ohne natürlichen Schutz, so dass er sich jetzt "auf die Socken machte". "Vier Stunden zuvor war der Hirsch noch in Wewelsfleth gesehen worden", veranschaulichte Delf Bolten den kurzfristigen "Wohnsitzwechsel" des Hirsches.

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