Wewelsfleth : Das Erbe von Tanston Hall

Nimmt letzte Korrekturen vor: Autorin Anja Marschall.  Foto: Rosenburg
Nimmt letzte Korrekturen vor: Autorin Anja Marschall. Foto: Rosenburg

Autorin Anja Marschall hat ersten Auftragskrimi geschrieben / Veröffentlichung Anfang 2013

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01. September 2012, 08:12 Uhr

Wewelsfleth | Ein anonymer Anrufer lockt Kate Cole nach Cornwall. Ihr vor drei Jahren verschollener Bruder Phil sei in einem kleinen Dorf an der Küste gesehen worden und in großen Schwierigkeiten. Doch statt ihres Bruders findet Kate vor idyllischer Urlaubskulisse eine Leiche, perfide Intrigen und ein tödliches Familiengeheimnis.

Erstmals hat die Wewelsflether Autorin Anja Marschall (50) einen "Auftragskrimi" geschrieben. Nach der Premiere ihres ersten historischen Kriminalromans "Fortunas Schatten" im März dieses Jahres wurde Anja Marschall von der Verlegerin des Goldfisch-Verlags Frankfurt angesprochen, ob sie kurzfristig einen Cornwall-Krimi schreiben könnte. Er müsste aber bereits im Sommer fertig sein. Eine dafür vorgesehene Autorin war ausgefallen, bei den Cornwall-Krimis handelt es sich um eine Buch-Serie, in der britische, schottische und irische Krimis erscheinen. Der letzte spielte in Schottland, jetzt ist Cornwall dran. Da sie selbst längere Zeit in England gelebt hat und die Region Cornwall kennt, sagte Anja Marschall zu. "Es war für mich schon eine Herausforderung, den Terminplan einzuhalten", räumt sie ein. Für ihr erstes Buch hatte sie drei Jahre gebraucht, nun blieb ihr lediglich ein Zeitfenster von fünf Monaten. Doch schon in der Nacht nach dem Gespräch mit der Verlegerin hatte sie eine Idee, die beeindruckende Landschaft Cornwalls mit einem amüsanten und spannenden Krimi zu verquicken. Verlag und Lektorin waren begeistert, und so machte sich die Wewelsfletherin ans Schreiben - und war sogar einen Monat früher fertig. "Ich habe jeden Tag zwischen vier und sechs Stunden geschrieben", erzählt die Autorin, die sehr stolz darauf ist, unter so professionellen Bedingungen ein Buch fertig schreiben zu können. Der Titel: "Das Erbe von Tanston Hall". Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Cosy-Krimi ("Kuschelkrimi"), die Charaktere sind nicht klischeehaft. Im Detail hat Anja Marschall viel Wert auf Authentizität gelegt. Tanston Hall - ein Herrenhaus - gibt es wirklich. Auch der Pub existiert, "die Besitzer haben mir großzügig erlaubt, ihr Haus sehr detailliert zu beschreiben". Das Zimmer ihrer Protagonistin Kate war ihr eigenes im "The Halfway House". Straßen, Schleichwege und Trampelpfade sind ebenso echt, der Krimi könnte glatt als "Reiseführer" dienen. Nur die Szenen auf der Marinebasis in Devonport sind Fiktion. "Dafür habe ich keine Recherchegenehmigung bekommen, musste auf Fotos und Erzählungen zurück greifen."

Letzte Korrekturen hat die Autorin vorgenommen, der 300 Seiten umfassende Krimi wird Anfang 2013 herauskommen. "Ich habe ganz, ganz viel Spaß daran gehabt", zieht Anja Marschall ihr persönliches Fazit.

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