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Wilstersche Zeitung

24. Oktober 2017 | 06:48 Uhr

CDU sieht sich als Ideengeber

vom

Wilsteraner Christdemokraten stellten Wahlprogramm vor

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wilster | Auf einer gut besuchten öffentlichen Mitgliederversammlung in der Colosseum-Veranda hat die CDU Wilster Mittwoch Abend ihr Wahlprogramm vorgestellt. Während die Kandidaten einzelne Punkte erläuterten und Kreistagskandidat Peter Labendowicz die Steinburger Christdemokraten als "hervorragende Mannschaft mit einem fantastischen Wahlprogramm" bezeichnete, setzte CDU-Fraktionschef Mark Dethlefs den Schlusspunkt der Veranstaltung. Er stellte die Leistungen der CDU-Fraktion in der Ratsversammlung als "Ideengeber, Motor und Steuermann" bei den positiven Entscheidungen für die Bürger heraus. Dabei konnte er sich einen Seitenhieb auf den politischen Gegner SPD nicht verkneifen: "Unsere Mitstreiter waren nur allzu häufig Beifahrer, Bremsklotz oder gar Geisterfahrer - getreu ihrem Motto ,Es muss alles so bleiben, wie es ist."

Die Schwerpunkte des Wahlprogramms der CDU in Wilster erläuterten die einzelnen Kandidaten. Ortsvorsitzender Sven Horstmann (Foto) appellierte an alle Bürger, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Horstmann nahm zu "Lebensqualität und Zukunft" Stellung. Dabei wolle sich die CDU für Erhalt und Ausbau der örtlichen Infrastruktur einsetzen und den Personennahverkehr als wichtige Aufgabe anpacken. Maren Hayenga legte den Schwerpunkt auf die Kindertagesstätte, die Seniorenarbeit und eine gesicherte ärztliche Versorgung im ländlichen Raum.

Hans-Wilhelm Groth geht weniger von der Ansiedlung neuen Gewerbes aus, sondern sieht die Stadt vielmehr bei der Förderung des vorhandenen Gewerbes in der Pflicht, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Kritisch ging Andreas Prüß, selbst Polizeibeamter, mit der Auflösung der ländlichen Polizeistationen und der Abstufung der bisherigen Zentralstation Wilster zu einer dem Polizeirevier Brunsbüttel untergeordneten Polizeistation ins Gericht. "Wir haben in Wilster eine Polizei, aber keiner sieht sie", bemängelte er, dass es so gut wie keine Fußstreifen mehr gäbe. "So kann es nicht weitergehen. In einer Stadt, in der man gern lebt, ist Sicherheit ein Grundbedürfnis!" Bürgermeister Walter Schulz listete zum Thema "Jugend und Bildung" den Ausbau des Bildungsangebots zu einer Ganztagsbetreuung in der Gemeinschaftsschule, die Verlagerung des Jugendzentrums in eine zentrale Innenstadtlage sowie die Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen auf. Im Sportzentrum müsse dringend etwas für die Sanierung und den Ausbau der Leichtathletikanlagen getan werden. "Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel."

Zum Thema "Umweltschutz und Energie" verwies Mark Dethlefs auf den Ausbau regenerativer Energien mit Unterstützung durch die Stadtwerke. Zudem wollen Stadt und Stadtwerke energetische Sanierungen nachhaltig fördern. Hier regte er zeitlich begrenzte finanzielle Entlastungen der Hausbesitzer durch die Stadtwerke an. Entschieden lehnte er einen eigenständigen Umweltausschuss ab. Der sei vor zehn Jahren bewusst in den Bauausschuss eingeflossen. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass ohnehin beide Ausschüsse gleiche Punkte behandelt und deshalb meist gemeinsam getagt hätten.

Für "Sport und Freizeit" begeisterte sich Direktkandidat Ralf Maron. Schwerpunkte zukünftiger Investitionen sah er in der Schleuse Kasenort, in der Tourismusförderung und im Ausbau der Sportanlagen. Es gelte, hierfür Fördermittel einzuwerben. Stadtbücherei und Verein Leselust, Unterstützung kultureller Veranstaltungen und Erhalt der historischen Bauwerke zählte Susanne Reese zu den Schwerpunkten im Bereich "Kultur".

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