Wilster : Bäume bleiben weiterhin ein sensibles Thema

Ersatzanpflanzung für Bahnhofstraße bleibt in Diskussion

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11. Mai 2011, 07:29 Uhr

Wilster | "Bäume sind in Wilster ein sensibles Thema", meinte Manfred Schmiade, der stellvertretend für den Vorsitzenden Hans-Hermann Lindemann die Bauausschuss-Sitzung leitete. Diesmal ging es um die Ersatzanpflanzungen für die Bahnhofstraße. Ein Thema, das eine Geschichte hat, die wiederum aufgrund des Schreibens eines Anwohners der Bahnhofstraße wieder aufgerollt wurde. Dr. Boie Eggers hatte Ende Februar schriftlich bei der Stadt nachgefragt, wann die noch ausstehende Ersatzanpflanzung für die bereits im Januar 2001 gefällten Birken in der Bahnhofstraße erfolgen soll. In diesem Schreiben wies er auch darauf hin, dass die Anlieger der Bahnhofstraße im April 2004 ein Schreiben bekommen hatten, in dem die Ersatzanpflanzung von 23 Blutpflaumen angekündigt worden sei. Allerdings seien bis auf drei Bäume im Eingangsbereich der Bahnhofstraße keine weiteren Ersatzanpflanzungen getätigt worden. Er wünsche sich für die Attraktivität der Bahnhofstraße eine Bepflanzung mit Bäumen im Seitenstreifen der Straße.

Das jedoch wird nicht möglich sein - in der Historie begründet. 1999, so informiert die Verwaltung, gab es eine Begutachtung, bei der in der Bahnhofstraße 48 Sandbirken auf Standsicherheit überprüft wurden. Ergebnis: Eine sollte gefällt, zehn sollten leicht eingekürzt werden. Doch im April 2000 legte der damalige Bauausschuss fest, alle Birken fällen zu lassen und mit 33 Rotdorn zu ersetzen. In 2005 wurde Rotdorn auf Akazie geändert. Ein Jahr später folgte eine Bürgerbefragung, bei der ermittelt werden sollte, wer bereit sei, einen Baum auf Kosten der Stadt auf seinem Grundstück pflanzen zu lassen und sich um die Pflege zu kümmern. Vier Anlieger meldeten sich. Daraufhin wurde im Juni 2006 beschlossen, neun Rotdorn zu setzen. In der Sitzung vom 2. November desselben Jahres folgte dann der Beschluss, die restlichen Bäume auf Flächen im Stadtgebiet anzupflanzen. "Dieser Aufforderung wurde so weit wie möglich Folge geleistet."

Im Bauamt wurde nun eine Übersicht möglicher Standorte für die noch ausstehenden Anpflanzungen zusammengestellt. Dabei scheiden die öffentlichen Flächen der Bahnhofstraße aus, ein langfristiges und ungestörtes Wachstum sei dort nicht möglich. Für die Pflanzzeit im Herbst sind demnach Ersatzpflanzungen im Bereich des neuen Regenrückhaltebeckens neben dem Friedhof geplant. Weitere Anpflanzungen sollen schrittweise in den nächsten Jahren folgen. Die Bauausschussmitglieder beschlossen, das Thema Standorte für die Ersatzpflanzungen noch einmal in die Fraktionen zu tragen und dort zu diskutieren.

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