Abwasser mit Hochdruck ins Klärwerk

Zufrieden mit der neuen Anlage: (v.li.) Planer Jörg Reese (Ingenieurbüro Siebert und Partner Itzehoe), Gemeindearbeiter Martin Mandrysch, Roman Stöckmann (Leiter Technisches Bauamt) und Karl-Heinz Schwarz, 2. stellvertretender Bürgermeister. Foto: Rosenburg
Zufrieden mit der neuen Anlage: (v.li.) Planer Jörg Reese (Ingenieurbüro Siebert und Partner Itzehoe), Gemeindearbeiter Martin Mandrysch, Roman Stöckmann (Leiter Technisches Bauamt) und Karl-Heinz Schwarz, 2. stellvertretender Bürgermeister. Foto: Rosenburg

Gemeinde hat für rund 100 000 Euro Druckrohrleitung und Hauptpumpwerk-Anlage erneuert

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16. Mai 2013, 03:59 Uhr

St. Margarethen | Der Zahn der Zeit nagte an der Hauptpumpwerk-Anlage und an der Druckrohrleitung zum Klärwerk. Um nicht Gefahr zu laufen, dass die marode Rohrleitung bricht oder die Pumpen ausfallen, hat die Gemeinde die Druckrohrleitung erneuern lassen - und gleichzeitig auch die Anlage im Hauptpumpwerk an der Hauptstraße, wo das gesamte Schmutzwasser landet. "Hier ist der tiefste Punkt in der Gemeinde", erläuterte Roman Stöckmann, Leiter Technisches Bauamt, "ab hier wird es Richtung Klärwerk gepumpt."

Und das jetzt über die 360 Meter lange neue Druckrohrleitung zum Wilhelm-Jensen-Weg. "Die ganz alte Leitung wurde außer Betrieb genommen und durch eine PE-Leitung ersetzt." Die Arbeiten hatte die Firma PRT aus Rendsburg übernommen. Der zweite Auftrag umfasste dann die Anpassungsarbeiten im Pumpwerk. Die alten Leitungen wurden gegen Edelstahlleitungen ausgetauscht, alle Schieber wurden erneuert. "Das war alles über 50 Jahre alt." Die Gemeinde hat sowohl die Elektrotechnik als auch die Steuerung sowie alle Anlagenteile des Pumpwerks ersetzt. "Das gibt mehr Entsorgungssicherheit."

Die Arbeiten sind abgeschlossen, das Pumpwerk werde durch den Umbau nun wirtschaftlicher arbeiten, ist Roman Stöckmann überzeugt. Die gesamte Maßnahme sei relativ preiswert gewesen, die Gesamtinvestition bezifferte Stöckmann auf rund 100 000 Euro.

Während der Arbeiten sei deutlich geworden, dass es dafür an der Zeit war. Wie es konkret um die Druckrohrleitung stand, hatte man nach über 50 Jahren nur schätzen können, denn die Druckrohrleitung konnte als einzige Leitung bei der Kanalnetzverfilmung im Rahmen der Selbstüberwachungsverordung (Süvo) nicht untersucht werden. Aber bei den Kanalisationsarbeiten an der Hauptstraße sei am Rande sichtbar geworden, dass der Ersatz dringend notwendig war.

Ein Ausfall von Druckrohrleitung und Pumpwerk hätte die Gemeinde vor große Probleme gestellt. "Das hier ist die Achillesferse der Gemeinde", meinte denn auch der 2. stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Schwarz. Doch die dürfte nun keine Sorgen mehr bereiten. Die Druckrohrleitung wurde geprüft, die Leitung musste unter anderem einem gewissen Luftdruck innerhalb einer bestimmten Zeit Stand halten. Stöckmann: "Es gibt zig Prüfungen, und wenn die vorliegen, gilt die gesamte Anlage als einwandfrei." Zumal sie seit ein paar Wochen bereits in Betrieb ist. So gab es bei der Abnahme der Arbeiten auch keine Mängel zu beanstanden.

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