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90-Jährige freut sich auf die Geburtstagsfeier

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erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wilster | Wilster und die Wilstermarsch wurden für Luise Treptow geb. Varchmin (Foto) nach dem 2. Weltkrieg zur neuen und lieb gewordenen Heimat. "Wir fühlten uns hier gut aufgenommen", blickt sie dankbar zurück. Aus der pommerschen Heimat vertrieben, kamen sie, ihr Ehemann Heinz und ihre beiden Söhne Peter und Joachim 1946 in die Marschenstadt. Hier feiert Luise Treptow heute im Kreise ihrer Lieben ihren 90. Geburtstag. Darauf freut sie sich riesig, denn sie kommen alle: ihre beiden Söhne mit den Ehefrauen, drei Enkeltöchter und zwei Urenkelinnen.

Nach der Schulzeit in ihrer pommerschen Heimatstadt Köslin hatte sie dort eine Hauswirtschaftslehre absolviert und in den Kriegsjahren ihren Ehemann, den Maschinenschlosser Heinz Treptow, geheiratet. Ihre Söhne Peter und Joachim Treptow sind inzwischen selbst im Ruhestand und unterstützen ihre Mutter, die ihren Haushalt noch weitgehend allein bewältigt.

In den ersten zehn Jahren in Wilster bewohnte die Familie Treptow eine kleine Unterkunft im Haus von Hermann und Lisa Martens in der Neuen Burger Straße. Endgültig zu Hause fühlte sich die 90-Jährige, als sie 1960 mit ihrer Familie ein eigenes Haus in der Langen Reihe beziehen konnte. Die mit Efeu eingegrünte Außenfassade und der prachtvolle Blumengarten verleiteten immer wieder Passanten zum Verweilen, um das gepflegte Grundstück zu bewundern. 1993 gewann Luise Treptow damit einen von der Stadt ausgeschriebenen Fassaden-Begrünungswettbewerb. 28 Jahre lang hat sie als Reinigungskraft in der Sparkasse gearbeitet.

Fast 40 Jahre lang lebte sie an der Langen Reihe. Ehemann Heinz starb 1977. Seit über 13 Jahren bewohnt die 90-Jährige eine gemütliche Wohnung in der Etatsrat-Michaelsen-Straße und pflegt eine gute Nachbarschaft mit der gesamten Hausgemeinschaft. Sie ist rüstig, nur die Sehkraft hat stark nachgelassen. Lesen und Handarbeiten wie Stricken und Häkeln sind heute nicht mehr möglich. Gute Erinnerungen hat sie an zahlreiche Reisen, die sie in der Vergangenheit unternommen hat. "Viermal habe ich meine pommersche Heimat besuchen können", erzählt sie. Eine weitere Leidenschaft war für sie das Tanzen. Mit Ehemann Heinz besuchte sie gern die Liedertafel-Bälle und Maskeraden, um eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen. "Es war eine schöne Zeit."

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