Nachwuchs bei Feldhasen und Eichhörnchen : Wildtierstation appelliert: „Hände weg von jungen Wildtieren!“

Dieser junge Feldhase wurde vom Team der Wildtierstation aufgezogen.
Dieser junge Feldhase wurde vom Team der Wildtierstation aufgezogen.

Leiter der Wildtierstation Sparrieshoop ermahnt Besitzer ihre Haustiere nicht in der freien Natur wildern zu lassen.

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12. Februar 2018, 15:30 Uhr

Sparrieshoop | Die Brut und Setzzeit für Feldhasen hat lange begonnen. Seit Januar gibt es Nachwuchs. Täglich erreichen Christian Erdmann, Leiter der Wildtierstation in Klein Offenseth-Sparrieshoop, Anrufe, dass der Hund oder die Katze junge Feldhasen gefunden hätten. Erdmann gibt in diesen Fällen eine deutliche Antwort: „Hände weg von jungen Wildtieren!“ Das kalte Wetter schade den Hasen nicht. „Sie haben dichtes Fell.“

Leider würden Haustiere allzu häufig ungehindert in der freien Natur wildern. „Hunde gehören an die Leine und Katzen gehören nicht unbeaufsichtigt in Feld und Wald“, mahnt der Stationsleiter. Erdmann und sein Team hätten im vergangenen Jahr mehr als 40 gewilderte Feldhasen mit der Flasche aufgezogen. „Das erweitert unsere Arbeit um ein Erhebliches. Das können wir nicht leisten“, sagt Erdmann. „Wir wollen verletzten Tieren helfen und Tieren, die Opfer von unachtsamen Menschen geworden sind“, betont der Stationsleiter.

Nicht nur Feldhasen hätten jetzt schon Nachwuchs. Dasselbe gelte auch für Eichhörnchen. Deshalb mahnt Erdmann: „Beobachten Sie bitte ganz genau, wenn Sie jetzt noch einen Baum im Garten fällen wollen, ob sich in der Krone ein Eichhörnchenkobel befindet. Schnell zerstört man eine ganze Eichhörnchenfamilie.“

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