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Tornesch KGST: Noch sind alle Stellen besetzt

Von dic | 27.01.2018, 16:08 Uhr

Während eines Besuchs der Landtagsabgeordneten Ines Strehlau wird deutlich, dass der Fachkräftemangel fast alle Bereiche betrifft

Einen Tag nahm sich Strehlau, die innerhalb der Grünenfraktion im Landtag für die Themen Schule und berufliche Bildung zuständig ist, Zeit für ihren Besuch an der KGST. Sie nahm an vier Unterrichtsstunden teil und besuchte abschließend die Robotics-AG, deren Mitglieder mit ihren selbstgebauten Robotern bereits Erfolge bei Turnieren erzielen konnten.

Zum Thema Meinungsfreiheit merkte Strehlau an, dass diese nicht selbstverständlich sei, sondern dafür beständig gearbeitete werden müsse, etwa indem man wählen gehe. Die Schüler in der DaZ-Klasse kommen unter anderem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. „Es wäre schön, wenn sie in ihrer Muttersprache schreiben würden“, regte Lehrerin Eva Johänning an. Das würde zur Alphabetisierung beitragen, betonte Johänning.

Waldowsky betonte, dass es für den Lernerfolg der Schüler entscheidend sei, dass ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist. „Wenn Abschiebung droht, demotiviert das“, so der Schulleiter. Strehlau betonte, dass sie diesbezüglich auf eine gute Regelung der Bundesregierung hoffe.


Bedarf an Sonderpädagogen steigtDa die Landesregierung verstärkt auf inklusive Bildung setzt, also den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern, steigt auch der Bedarf an Sonderpädagogen. Strehlau verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass CDU, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart haben, bis 2024 jährlich 70 neue Stellen für Sonderpädagogen zu schaffen. Die Lehrergewerkschaft GEW hatte dies jüngst kritisiert, da die Umsetzung ihrer Meinung nach zu lange dauere.