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Handball Endspiel knapp verpasst

Von Johannes Speckner | 11.04.2013, 21:18 Uhr

Als klarer Außenseiter gastierten die 1. Frauen des TuS Esingen am Dienstagabend im HHV-Pokal-Halbfinale beim Altrahlstedter MTV Hamburg, der als ungeschlagener Hamburg-Liga-Meister den Aufstieg in die Oberliga längst sicher hat. „Wir wollen versuchen, das Unmögliche zu schaffen“, hatte TuS-Trainer Jan-Henning Himborn zuvor gesagt – und dies wäre beinahe gelungen, denn die Esingerinnen schrammten nur um Haaresbreite am Einzug ins Endspiel vorbei.

Die Partie in der Halle an der Scharbeutzer Straße hätte für die Gäste nicht besser beginnen können: Während die TuS-Abwehr hervorragend stand, warfen Julia Berge, Katja Brandt und Tanja Falk eine 3:0-Führung heraus (3.). Danach verkürzten die Gastgeberinnen zwar auf 2:3 (5.), doch nach elf Minuten stand wieder ein Drei-Tore-Vorsprung für die Esingerinnen auf der Anzeigetafel (4:7). Nach einer Viertelstunde hieß es 7:9 aus Sicht der AMTV-Frauen, die dann aber davon profitierten, dass sich Frederike Schmidt (zwei) und Julia Berge drei Fehlversuche in Folge leisteten. So gingen die Hamburgerinnen beim 10:9 erstmals in Führung und Himborn nahm eine Auszeit (20.).
Bis zur Pause ging es weiter eng zu, nach dem Ablauf der regulären Spielzeit verwandelte AMTV-Spielerin Nicola Wohlers einen Siebenmeter zur 14:13-Halbzeitführung. Julia Berge gelang nach dem Seitenwechsel zwar das 15:15, doch dann leisteten sich die TuS-Frauen mehrere Fehlwürfe. Unter anderem setzte Anna-Cathleen Voigt einen Siebenmeter an den Innenpfosten, wurde beim Nachsetzen wieder gefoult, woraufhin Julia Berge mit dem nächsten Strafwurf an der AMTV-Keeperin scheiterte. Zu diesem Unvermögen kam auch noch Pech dazu: Die Schiedsrichter pfiffen ein Tor von Sofia Schlage ab, weil die Esingerinnen zuvor einen Einwurf zu schnell ausgeführt haben sollen. Kurz darauf wurde ein Falk-Treffer abgepfiffen und stattdessen auf Freiwurf für die Gäste entschieden.
Bitter, weil den Esingerinnen am Ende genau zwei Tore zum Sieg fehlten. Von der Sensation träumen konnten die TuS-Frauen aber bis zum Ende: In eigener Unterzahl glich Martina Bauer sehenswert zum 19:19 aus (46.), was allerdings den letzten ausgeglichenen Spielstand bedeutete. Fortan legten die Hamburgerinnen stets eine Zwei-Tore-Führung vor und den Esingerinnen gelang nur noch der Anschlusstreffer. Als Schlage zum 23:22 verkürzt hatte, kamen die TuS-Frauen in den noch anstehenden 22 Sekunden nicht mehr in Ballbesitz.