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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 17:56 Uhr

Zwischen Bühne und Lagerfeuer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Sommerkonzert Die Hetlinger Nachwuchs-Sopranistin Melanie Römer gibt am 2. Juli ihr zweites Konzert in ihrem Heimatdorf

Sie liebt die Stille – und sie liebt den Applaus. Sie liebt die Abgeschiedenheit in der Natur und den großen Auftritt. In Melanie Römers Brust schlagen zwei Herzen. Im kargen Camp-Leben der christlichen Pfadfinderschaft Stamm Andreas Hofer liegt der Ursprung ihrer großen Leidenschaft: die Musik. „Am Lagerfeuer habe ich mit dem Singen angefangen“, erzählt die 24-jährige Hetlingerin. Jetzt will sie abermals auf die Bühne. Für Sonnabend, 2. Juli, lädt sie zum Sommerkonzert in die Hetlinger Kirche ein. Begleitet wird die Nachwuchs-Sopranistin vom Thorben Korn (Klavier) aus Wedel.

Vor einem Jahr war für Melanie Römer in dem kleinen Gotteshaus ihres Heimatdorfes die Feuertaufe: Das Publikum feierte sie mit stehendem Applaus. Es folgten Auftritte in Moorrege und Hamburg. Das Sommerkonzert steht unter dem Motto „Leise flehen meine Lieder“. Geboten wird ein bunter Reigen bekannter Melodien mit weitgehend neuem Repertoire, verspricht Melanie Römer.

Das Programm beginnt mit Volksweisen wie „Grün ist die Heide“ und „Ännchen von Tharau“. „Ich liebe deutsches Liedgut“, bekennt Melanie Römer. Opern mag sie, wenn sie ein schönes Ende haben. „Operette – das ist mein Ding“, bekennt sie. So verwundert es nicht, dass sie vom „Schwipslied“ aus der komischen Operette „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss entzückt ist und es in ihr neues Programm aufgenommen hat. Weitere Titel sind „Frau Luna“ und „Schlösser, die im Monde liegen“.

In ihrem Vater Herbert hat Melanie Römer einen strengen Förderer. „Als sie mir sagte, ‚Vater, ich will singen‘ habe ich geantwortet ‚aber dann peitsch ich Dich auch‘“, sagt Herbert Römer mit fester Stimme. Ihr Arbeitspensum ist hoch. Um 5.40 Uhr fährt sie morgens nach Hamburg zur Arbeit als Bürokauffrau mit der Zusatzqualifikation Inkasso. Nach Feierabend wird die musikalische Ausbildung verfeinert. Zweimal in der Woche hat Melanie Römer Unterricht bei der Haselauer Sopranistin Elke Andiel, hinzu kommen Proben mit ihrem Pianisten. Seit 2013 hat sie zudem Klavierunterricht. „Das hilft beim Einüben“, sagt sie.

Zeit für die Liebe bleibt nicht, sagt Vater Herbert Römer. Auf eins will seine Tochter aber niemals verzichten: das Pfadfinderleben und die Gemeinschaft in ihrer Sippe „Biber“. „Ich glaube an Gott, und wenn wir zu Weihnachten das Friedenslicht teilen, ist das ein unglaubliches Erlebnis“, sagt die junge Sängerin. Wer Lust hat, kann sonnabends beim Treffen der Mädchengruppe vorbeischauen. Sie trifft sich von 14  bis 16 Uhr im Haseldorfer Pastorat am Marktplatz.

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stammandreashofer.de

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