Zweitwohnsitzsteuer für Wedel soll ab 2014 greifen

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31. Januar 2013, 01:14 Uhr

Wedel | Glatter Durchmarsch durch die politischen Instanzen für eine Einnahmequelle, die Wedel nach erster Kalkulation fast 240 000 Euro im Jahr einbringen könnte. Einstimmig hat die Ratsversammlung die Verwaltung beauftragt, einen Satzungsentwurf auszuarbeiten und zum Beschluss vorzulegen.

Kommt der Beschluss - was reine Formsache sein dürfte - geht Wedel zunächst in Vorleistung. 25 000 Euro sind veranschlagt für eine Stelle, um sich im Rathaus um die Vorarbeiten und später auch um die eigentliche Bearbeitung der Steuer zu kümmern. Dies geschieht durch Umschichtung und mit vorhandenen Kräften. Diese Ausgaben sind mithin eine rechnerische Position. Ab 2014 dann soll die Steuer greifen und Geld fließen, wobei die Einnahmen in jedem Fall die Ausgaben übersteigen, wie es seitens der Verwaltung heißt.

Die kalkuliert aktuell bei 2800 erfassten Nebenwohnsitzen mit der Hälfte, also 1400 Steuerpflichtigen. Der angesetzte Satz liegt bei zwölf Prozent des Mietwerts. 260 000 Euro sollen so eingenommen werden. Bleibt fast eine Viertel Million Euro, wenn die Personalkosten runtergerechnet sind.

Die Einführung hat außerdem einen ebenfalls positiven Nebeneffekt für Wedel: Die Stadt rechnet damit, dass ein Teil der Betroffenen ihren bisherigen Neben- als Hauptwohnsitz melden, um der Steuer zu entgehen. Das bedeutet für Wedel pro neuen Einwohner einen Anteil von rund 440 Euro an der Einkommenssteuer.

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